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Saarbrücker hinterzieht halbe Million

Saarbrücken. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts befasst sich seit gestern mit einem Fall von versuchter Steuerhinterziehung in Höhe von zirka einer halben Million Euro.

Scheinrechnungen für den Vorsteuerabzug

Die Staatsanwaltschaft wirft einem Geschäftsmann (66) aus dem Regionalverband vor, Scheinrechnungen für den Vorsteuerabzug bei der Umsatzsteuer eingereicht zu haben. Der Angeklagte ist weitgehend geständig. Nach einer Karriere im Stahlhandel suchte er nach seiner Pensionierung einen Zusatzverdienst. Er fand ihn über einen Bekannten aus Köln. Dieser verkaufte gemeinsam mit seiner Schwester Schrott an eine Firma in Trier, wobei der Angeklagte nun als Verkäufer auftrat. Innerhalb von zehn Monaten wurde ein Umsatz von 3,8 Millionen erzielt. Das Geld sei zwischen ihm, dem Kölner und dessen Schwester aufgeteilt worden.

Da der Angeklagte jedoch Eingangsrechnungen für das nach Trier gelieferte Material, das vermutlich aus dubiosen Quellen stammte, benötigte, kam er mit seinem Partner auf die Idee, Scheinrechnungen zu kaufen. Angeblich 120.000 Euro kassierten die Aussteller dafür. Diese betreiben in Düsseldorf und Pirmasens eine Firma, die unter dem Namen „Cosmos Condorde“ Sportwetten vermittelt.

Hausdurchsuchung Anfang Dezemer 

Aufmerksam wurden die Saarbrücker Steuerfahnder durch eine Kontrollmitteilung der Steuerbehörde in Trier. Es ging um Umsätze im siebenstelligen Bereich, die nicht angemeldet waren. Anfang Dezemer kam es zu einer Hausdurchsuchung beim Angeklagten, in deren Anschluss er festgenommen wurde. Seitdem ist er in Untersuchungshaft. Der Kölner Geschäftspartner und seine Schwester wurden inzwischen ebenfalls verhaftet. jht



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