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Saarbrücker kocht sich an die Spitze



Saarbrücken.
Viele Jahre lang betreute der Autor Wolf Freiherr von Hornstein die hoch geachtete Liste im Euro-Magazin, die er über eine Auswertung der führenden Restaurantführer (unter anderem Michelin, Gault Millau) ermittelte. Nach dem Tod von Hornstein im April 2008 entschloss sich die Euro-Redaktion, neue Wege zu gehen. Sie berief „eine Jury aus fünf angesehenen Foodkritikern und erarbeitete mit ihnen klare, nachvollziehbare Kriterien, aufgrund derer sie die deutschen Spitzenköche beurteilten“, erklärt Euro-Autor Michael Hannwacker in der gerade erschienenen Februar-Ausgabe. Und die wartet mit einer kleinen Sensation auf. Nicht Harald Wohlfahrt ist, wie viele Jahre zuvor, der König der deutschen Köche, sondern der Saarbrücker Klaus Erfort, der im vergangenen Jahr noch auf Platz acht lag.

Wie das? Das kulinarische Ranking von „Euro“ ist durch die neuen Kriterien spürbar in Bewegung gekommen. Und diese Kriterien sind höchst interessant. Die Jury bewertete nach folgenden fünf Merkmalen: „Kulinarische Intelligenz“ (was wohl soviel heißt wie Kreativität, Ideenreichtum), „Handwerkliche Perfektion“, „Einfluss“, „Zukünftige Relevanz“ und „Preis-Leistungsverhältnis“. Der Saarbrücker Klaus Erfort bekam bei den beiden ersten Kriterien mit jeweils 48 (von maximal 50 möglichen) Punkten die besten Noten aller Köche. Und er bietet in seinem Gästehaus in Saarbrücken auch mit das beste Preis-Leistungsverhältnis in Deutschlands Feinschmecker-Restaurants. Die Jury rühmt einen „neuen Purismus“ beim „Euro“-Koch des Jahres, „klug, modern“, mit „treffsicheren Aromen“ und „lustbetont“.

Erfort siegte mit 220 Punkten knapp vor Joachim Wissler (218 Punkte) vom Restaurant Vendome im Schloss Bernsberg in Bergisch-Gladbach, dahinter folgen die Altmeister Helmut Thieltges vom Sonnora im Waldhotel in Dreis bei Wittlich (213 Punkte) und Harald Wohlfahrt von der Schwarzwaldstube im Hotel Traube in Baiersbronn (209) Punkte. Auf den weiteren Top-10-Plätzen: Sven Elverfeld, Nils Henkel, Christian Jürfens, Juan Amador, Hans Stegan Steinheuer und Heinz Winkler. Christian Bau  von Victor's Gourmetrestaurant Schloss Berg in Perl-Nennig belegt den 14. Platz. Er punktete vor allem in der Kategorie „Handwerkliche Perfektion“, laut Jury „reizt er die Geschmacksnerven bis zum Anschlag“. Nur zwei Ränge dahinter folgt überraschenderweise schon Jörg Glauben vom Restaurant Tschifflik im Landschloss Fasanerie in Zweibrücken. Gelobt werden bei dem gebürtigen Saarländer „hohe Raffinesse“ und „überraschende Kombinationen“.

Der „stillere Küchenstar“ sei „stark im Kommen“. Der Jury zur Wahl der besten 25 Köche Deutschlands gehören an: Martina Sommer („Feinschmecker“), Bernd Matthies („Tagesspiegel“ und „Essen & Trinken“), Blisse & Lehmann (Redaktionsbüro Surpress in Berlin), Thomas Konofol (Buchautor) und Caro Maurer (Weinakademikerin, Autorin). 
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