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Saarbrücker protestieren gegen Banken-Macht

Deshalb haben er und eine Handvoll Mitstreiter für diesen Samstag, 14 Uhr, eine Demonstration von der Johanneskirche zum St. Johanner Markt in die Wege geleitet. Was die Teilnehmerzahl betrifft, ist er wenig optimistisch: „In Saarbrücken geht es bei Demonstrationen immer etwas müde zu.“ Mit 20 bis 50 Menschen rechnet er. Um die demonstrationsmüden Saarländer wachzurütteln, hat die Gruppe Flyer verteilt und diverse Parteien kontaktiert. Einige Parteien stehen der Bewegung zurückhaltend gegenüber. So sagt Roland Theis, Generalsekretär der CDU Saar: „Das ist eine sehr neue Bewegung, die noch kein klares Konzept hat. Deshalb wäre es verfrüht, zu sagen, die CDU unterstützt sie oder nicht.“ Man nehme jedoch die dahinterstehende Kritik sehr ernst. Sebastian Greiber, stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Saar, hält die Kritik der Demonstranten in vielen Teilen für naiv und realitätsfern.

Die Linken unterstützen „Occupy Saarbrücken“ hingegen offen. Alle Fraktionsabgeordneten, die nicht beim Bundesparteitag in Erfurt seien, würden selbstverständlich mitdemonstrieren, hieß es in einer Mitteilung. Auch der Juso-Landesverband sympathisiert mit der Bewegung. Die Finanzkrise sei eine Chance, das kranke System zu ändern. „Dazu müssen wir Druck auf die handelnden Akteure ausüben, auch auf der Straße“, so Sebastian Thul, Juso-Landesvorsitzende. David Hupperich freut sich über die Unterstützung, betont jedoch, er wolle keine Parteifahnen bei der Demonstration sehen. „Zumindest noch nicht“, fügt er hinzu.

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