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Saarbrücker sauer über Preis-Explosion beim Tanken

Saarbrücken. Die 18-jährige Abiturientin Jenny Korn aus Saarbrücken ist empört über den enormen Preisanstieg beim Sprit „Ich verstehe einfach nicht, wieso die so viel Geld für Sprit verlangen. Es ist doch weltweit noch genügend Benzin vorhanden. Meine Taktik: Immer volltanken, wenn es billiger ist. Ansonsten tanke ich nur ein bisschen. Außerdem versuche ich zu fahren, so sparsam es geht – und nicht zu hochtourig.“

Franziska Gahn- Reiß, Leiterin eines Sportgeschäfts, die wir beim Spaziergang mit ihrem Hund in Saarbrücken trafen, nutzt ausschließlich freie Tankstellen in Frankreich: „Es lohnt sich auf jeden Fall. Pro Liter Benzin spart man im Schnitt zehn Cent“, erklärt die 26-Jährige. Und fügt hinzu: „Ich muss einfach auf die Preise achten. Ich fahre rund 30 Kilometer weit zu meinem Arbeitsplatz.“

Benjamin Regitz (18) aus Saarbrücken tankt nur, wenn es sein muss: „Ich finde es nicht in Ordnung, dass die Preise so in die Höhe geschnellt sind. Meinen Roller tanke ich nur voll, wenn das Benzin etwas billiger ist. Gott sei Dank bin ich momentan nicht auf mein Gefährt angewiesen. Als Schüler nutze ich auch oft den Bus“, sagt der Abiturient. Rentner Rolf Strübel (62), der mit seiner Frau Renate durch die City bummelt, hat trotz der hohen Preise seine Tankgewohnheiten nicht geändert: „Ich tanke wie gehabt. Es würde sich für mich und meine Frau auch nicht rentieren, nach Frankreich oder Luxemburg zu fahren, um dort das Auto vollzutanken. Zum Glück braucht unser Wagen sehr wenig Sprit.“

Auch seine Frau Renate (60) will nicht weit fahren, um billiger tanken zu können: „Wenn es geht, fahre ich zu freien Tankstellen. Dort ist es immerhin etwas billiger als an Markenstationen. Aber eigentlich ist das Tanken die Aufgabe meines Mannes“, sagt die Rentnerin lächelnd.

Nick Rendell ist Kinderpfleger und Musiker. Er gibt mit einem Mitglied seiner Band gerade ein kleines Konzert in der Bahnhofstraße. Und er hält die momentanen Kraftstoffpreise für übertrieben: „Ich verstehe ja, dass es in einer Wirtschaft ein Auf und Ab der Preise gibt. Aber dass die Spritpreise so hoch sein müssen wie gerade jetzt, kann ich nicht verstehen“, sagt der 24-Jährige. „Ich fahre auf jeden Fall sparsamer als bisher. Und wenn ich zufällig in Luxemburg bin, dann tanke ich dort natürlich voll. Hierzulande tanke ich immer für 20 Euro. Und wenn ich mit meiner Band zu Auftritten unterwegs bin, wird uns das Benzingeld glücklicherweise immer erstattet.“

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