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Saarbrücker soll Partnerin mehrfach misshandelt haben

Saarbrücken. Er ist wegen Vergewaltigung, Bedrohung und Freiheitsberaubung angeklagt. Selbst als ihm der Kontakt zu seiner Lebensgefährtin gerichtlich untersagt wurde, ließ er nicht von ihr ab, so der Vorwurf.

Gestern nahm der Fall eine überraschende Wende. Denn bisher hatte der Angeklagte zu den Vorwürfen geschwiegen, selbst zu seiner Person wollte er vor Gericht keine Angaben machen. Doch gestern einigten sich der Verteidiger des Mannes und die Anklage. Das Gericht sagte dem Angeklagten zu, im Falle eines Geständnisses eine Freiheitsstrafe von maximal dreieinhalb Jahren zu verhängen. Daraufhin gestand der Angeklagte die Vorwürfe. Am ersten Verhandlungstag im Dezember war die Verständigung noch gescheitert. Damals soll das Gericht bei Geständnis eine vierjährige Freiheitsstrafe angeboten haben. Der Mann lehnte ab.

Zuvor hatte das Opfer unter Tränen ihren Leidensweg in der Partnerschaft mit dem Angeklagten geschildert. Schon bald nachdem die beiden in eine gemeinsame Wohnung gezogen waren, sei es zum Streit gekommen, wer das Paar in der Wohnung besuchen dürfe. Die Töchter der Frau seien dem Angeklagten nicht willkommen gewesen. Die Frau zog sich zurück und wollte sich trennen. Nun soll der Mann versucht haben, sie körperlich und psychisch so unter Druck zu setzen, damit sie weiter mit ihm Sex habe. Einmal habe er versucht, sie vom Balkon der Wohnung im vierten Stock zu stoßen. War zu Prozessbeginn noch davon die Rede, dass der Mann die Frau auch verfolgt und am Telefon belästigt haben soll, so sah das Gericht diese Vorwürfe gestern nach der Aussage der Frau nicht bestätigt.

Der Angeklagte und sein Verteidiger sagen, die Alkoholabhängigkeit sei die Ursache der brutalen Taten. Sie wollen, dass ein Teil der Strafe in einer Entziehungsanstalt verbüßt wird. Das will das Gericht am nächsten Verhandlungstag prüfen. Dann wird auch die endgültige Strafe verhängt. szn/dög

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