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Saarbrückerin hilft Bärenrettern in China

Martina Schreiner war eine Woche lang im chinesischen Rettungszentrum Chengdu von Animals Asia. Sie sah, wie Tierschützer dort arbeiten und machte sich nützlich, wo sie nur konnte. Im Hintergrund ist einer der Kragenbären zu sehen.Foto: Schreiner

Martina Schreiner war eine Woche lang im chinesischen Rettungszentrum Chengdu von Animals Asia. Sie sah, wie Tierschützer dort arbeiten und machte sich nützlich, wo sie nur konnte. Im Hintergrund ist einer der Kragenbären zu sehen.Foto: Schreiner

Es begann mit einer Frotzelei. „Du siehst ja aus wie ein Kragenbär.“ Martina Schreiner weiß noch heute, wann dieser Satz fiel und was er ausgelöst hat. „Diesen Satz konnte ich mir wegen eines Sonnenbrandes vor knapp vier Jahren von meinem Freund im Urlaub anhören.“

 

Zurück aus dem Urlaub, surfte Schreiner an einem verregneten Sonntag im Internet umher. Da fiel ihr der Kragenbären-Spruch ihres Freundes ein. Sie wusste nicht, wie so ein Kragenbär, oder auch Mondbär, aussieht. Und was sie fand, brannte sich ins Gedächtnis. Bilder von geschundenen Tieren, Opfern der Bärengalleindustrie, die in der Obhut des Hilfswerks Animals Asia wieder zu Kräften kommen. Jetzt hat Martina Schreiner die erst geschundenen, dann befreiten Geschöpfe aus der Nähe gesehen. Sie reiste nach China ins Bären-Rettungszentrum Chengdu. Sogar die berühmte Animals-Asia-Gründerin Jill Robinson nahm sich am ersten Abend Zeit für die Gäste.

 

Am nächsten Tag sah die Besucherin zum ersten Mal gerettete Bären . Sofort machte Schreiner sich nützlich. „Morgens bereiteten wir die Medikamente für die Bären vor.“ Jedes Tier, das als lebender Gallenlieferant litt, braucht Arznei, hauptsächlich gegen die Schmerzen, mal in Marshmallows versteckt, mal in Erdbeersoße, Honig oder Kondensmilch. „ Bären , die wegen uns Menschen ihr Leben lang durch die Hölle gingen, nehmen zart ihren Löffel Medizin, und sie vertrauen uns dabei voll und ganz – unbeschreiblich.“

 

Tierschützer müssen Rückschläge ertragen und hinnehmen, dass zwei schwer kranken Bären nur noch die Todesspritze half. „Mein Trost war, dass die beiden ihre letzten Jahre genießen konnten. Sie durften sich in der Sonne räkeln, nach Futter suchen, auf Bäume klettern und mit Artgenossen raufen.“ Heute ist Schreiner noch mehr beeindruckt von den Bärenrettern. Sie ist noch wütender, dass Bären unter Qualen in engen Käfigen bis zu 20 Jahre als Gallesaftlieferanten herhalten müssen. Dabei gebe es zu diesem „Heilmittel“ gegen Fieber und Augenbeschwerden rund 50 pflanzliche und synthetische Alternativen.

 

 

animalsasia.org/de/

 

 
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