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Saarländer Buljan schnuppert Contest-Luft in Baku

Mirko Buljan.

Mirko Buljan.

Neunkirchen. Morgen gleich nach der Arbeit geht es los. Dann startet Mirko Buljan Richtung Eurovision Song Contest. Buljan, der in Schiffweiler lebt, aus Wiebelskirchen kommt, bei der SZ in Saarlouis arbeitet und im ganzen Land und drum herum selbst auftritt als Sänger mit gerade erschienener neuer CD (wir berichteten) reist jedes Jahr dorthin, wo über den besten Song Europas entschieden wird. Dieses Jahr wird es aber ein ganz besonderes Abenteuer werden. Aserbeidschan ist das Ziel Rund 3500 Kilometer Luftlinie entfernt – und völliges Neuland. „Dieses Mal hatte ich gar keine Zeit, mich richtig auf das Land vorzubereiten. Es wird eine totale Überraschung werden.“ Hoffentlich aber nur eine gute, so hofft Buljan. Denn mit Freunden, die bereits jetzt dort sind, hält er Kontakt und hat schon die ein oder andere Schauergeschichte gehört.

Von vermissten Koffern, falsch belegten Appartments und jeder Menge Volunteers (so nennt man die Helfer), die zwar zahlreich und nett, aber weitestgehend ohne internationale Sprachkenntnisse sein sollen. Oder von vielen Baustellen in der ansonsten im Dunkeln wie Disneyland erstrahlenden Stadt Baku. Eine lange Fahrt hat er vor sich. So geht es morgen erst mal nach München, dann am nächsten Tag, Donnerstag, reist er mit einer Bekannten zusammen erst mal per Flieger nach Istanbul. Dort stoßen vier Kölner Freunde dazu, und es geht weiter gen Baku. Am Abend ist dort Ankunft. Für Buljan ist dann erst mal Erholung angesagt vom langen Flug. Die Proben sind im Übrigen bereits im Gange (bislang alle mit etwa einer Stunde Verspätung), so richtig was los sein wird aber erst ab Samstag, dann trudeln auch die letzten Sänger und Zuschauer ein. Auch der Deutsche Roman Lob. Den sieht Buljan im Übrigen unter den Favoriten. Etwas hinterwäldlerisch, so beschreiben die Freunde Baku. Buljan ist gespannt. „Die Shows“, so glaubt er, „werden sicher gut sein.“ Schließlich wird hier deutsche Erfahrung das Sagen haben.

Die Produktionsfirma des Entertainers Stefan Raab nämlich zeichnet dafür verantwortlich. „Deutschland spielt hier eine wichtige Rolle.“ Nicht nur bei der Durchführung des Contests im Übrigen. Auch die Crystal Hall, die so genannte Kristall-Halle, stammt von einem deutschen Unternehmer. Auf sie ist Buljan gespannt ebenso wie auf den Flammentower, die Fußgängerzone und was die Stadt vielleicht sonst noch so zu bieten hat. Wie jedes Jahr freut er sich ganz besonders auf den großen offiziellen Empfang an diesem Samstag. „Da sind dann alle da, alle sind in Schale und nicht so leger wie bei den Proben.“ Das gibt dann auch immer gute Fotos, weiß er. Ein Höhepunkt des Aufenthaltes auch immer: Der Empfang in der Deutschen Botschaft, der ist am Mittwoch, 23. Mai. Auch wird es diverse Führungen und Fahrten geben. Von denen will Buljan auch das ein oder andere wahrnehmen. „Das ist ja das Tolle bei diesen Contest-Fahrten: Man lernt Länder kennen, in die man sonst vielleicht nie reisen würde, in die man auch sonst nie wieder kommt.“

Das haben sich sicher auch einige Aserbeidschaner gedacht. Denn noch gestern Nachmittag informierte Buljan die Redaktion: Bei einer nicht genehmigten Demo in Baku seien mindestens zehn Leute festgenommen worden. „Da werden die Menschen dort jetzt die Aufmerksamkeit nutzen, um auf Missstände hinzuweisen.“ Das findet Mirko Buljan gut. Auch, wenn er hofft, dass die Austragung des Contest davon nicht beeinträchtigt wird und es keine massiven Ausschreitungen gibt.


Auf einen Blick

Das Finale des Eurovision Song Contest findet am Samstag, 26. Mai, statt. Bis auf den Gastgeber und die sogenannten Big Five (Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland) wird im Halbfinale (22. und 24. Mai) durch Abstimmung (Deutschland am 24.) entschieden. Roman Lob singt „Still Standing“ als 20. ji
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