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Saarländer drücken den Fußball-Frauen die Daumen

Wolfsburg. Befreit vom öffentlichen Druck auf Birgit Prinz wollen die deutschen Fußball-Frauen ihre neu gewonnene Leichtigkeit im Weltmeisterschafts-Viertelfinale gegen Japan demonstrieren. Auf dem Weg zum Minimalziel Halbfinale lassen sie sich nicht von Psychospielchen der angriffslustigen Asiatinnen aus der Ruhe bringen. „Das soll sie mal versuchen“, konterte Simone Laudehr die Ansage von Stürmerin Yuki Nagasato, an diesem Samstag (20.45 Uhr/ZDF und Eurosport) in Wolfsburg zwei Tore zu schießen: „Das ist immer ganz schlecht, wenn man so etwas sagt. Wir haben nicht so eine Einstellung.“

Die mental angeschlagene Prinz heimste derweil für ihre Art und Weise, wie sie mit dem Verlust des Stammplatzes umging, Lob ein. „Ich habe Gänsehaut bekommen“, sagte Linda Bresonik über die Aussagen der Rekord-Nationalspielerin vor der Presse und berichtete von positiven Reaktionen aus der Mannschaft: „Die meisten haben das gesehen und fanden es beeindruckend.“ Silvia Neid war froh, dass die 33-Jährige ihr Schweigen gebrochen hatte. „Ich finde, das hat sie sehr gut gemacht. Man konnte gut verstehen, wie es in ihr aussieht“, sagte die Bundestrainerin, die eine spannende Partie erwartet: „Es spielt der Zweite gegen den Vierten der Weltrangliste – da wird die Tagesform entscheiden.“ Celia Okoyino da Mbabi erklärte: „Jetzt geht es um alles.“ Sturmpartnerin der 23-Jährigen wird wohl anstelle von Prinz erneut Inka Grings sein, die mit zwei Treffern maßgeblich für die spielerische Steigerung im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich (4:2) verantwortlich war. „Wir konzentrieren uns auf unsere Stärken, die in der Offensive liegen. Mit dem Selbstvertrauen, das wir getankt haben, freuen wir uns auf Samstag“, sagte die 32-Jährige.
Die fast makellose Bilanz gegen die Japanerinnen sollte den Glauben in die eigene Stärke festigen. In acht Partien gab es nach sieben Siegen nur im letzten Duell 2009 ein Remis (0:0). „Die haben sich weiterentwickelt, wir auch“, sagte Mittelfeldspielerin Fatmire Bajramaj , die wohl für die wiedergenesene Melanie Behringer zurück auf die Ersatzbank muss.

Besonders die physische Überlegenheit könnte gegen den technisch versierten und ballsicheren Gegner zum Vorteil werden. „Die Japanerinnen spielen mit Sicherheit nicht so körperbetont wie unsere Gegner davor“, erklärte Nadine Angerer. Die Torfrau warnte aber vor zu viel Selbstsicherheit: „Wir dürfen nicht leichtsinnig werden und glauben, es geht alles locker von der Hand.“

Das Ende der Debatte um Prinz könnte der deutschen Elf einen weiteren Schub an Ungezwungenheit bescheren. „Das große Thema Birgit“ sei „ein bisschen weg“, vermutete die von einem Magen-Darm-Virus wiedergenesene Verteidigerin Bresonik – und ging von einem Effekt aus: „Wenn man so eine Erfahrung wie Birgit gemacht hat und auch die Reaktion der Mannschaft wahrgenommen hat, schweißt das sicherlich als Team zusammen.“
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