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Saarländer geben weniger Geld in Kneipen aus

Von SZ-Mitarbeiter Benjamin Rannenberg

Saarbrücken. Saarländer konsumieren immer weniger Getränke außer Haus. Der Absatz von Getränken in Kneipen, Bars und Diskotheken ist in den ersten fünf Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,9 Prozent zurückgegangen. Dies belegen Zahlen des Statistischen Landesamtes zur Umsatzentwicklung im saarländischen Gastgewerbe. So verbuchten auch gastronomische Betriebe wie etwa Pizzalieferdienste und Restaurants mit Selbstbedienung im Saarland ein Umsatzminus von 3,9 Prozent, Hotels, Gasthöfe und Pensionen ein Minus von 5,1 Prozent.

Die Präsidentin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Saar, Gudrun Pink, bestätigt einen Umsatzrückgang in der saarländischen Gastronomie. Die größten Einbußen würden beim Getränkeverkauf registriert. Vor allem würden Saarländer weniger Bier außer Haus konsumieren. Gudrun Pink sagt: „Viele Leute sind nicht mehr bereit, in Gaststätten zu gehen.“ Aus ihrer Sicht hängen die schwindenden Einnahmen mit verschiedenen Faktoren zusammen. Zum einen seien die Umsatzrückgänge auf die Vielzahl der öffentlichen Feste in der Region, zum anderen aber auch auf das saarlandweite Rauchverbot in Gaststätten und Kneipen zurückzuführen. „Wir hoffen, dass wir im August und September einen Großteil über den Tourismus ausgleichen können“, so Pink.

Dagegen registrieren Getränkemärkte in der Region im ersten Halbjahr keinen Umsatzrückgang. Der Inhaber eines Saarbrücker Getränkedienstes, Hans Gummelt, kann bisher keine sinkenden Umsätze feststellen. Die Preis-Schere zwischen Gastronomie und Einzelhandel werde aber immer größer, meint Hans Gummelt.
Der Geschäftsleiter des Getränkeunternehmens „Schneiders Getränkewelt“, Ralf Werner, sagt, dass in der ersten Jahreshälfte die Umsätze weder gestiegen noch gesunken seien. Die Chefin eines Getränkehandels in Homburg, Petra Schwarz, kann derzeit nicht über Umsatzeinbußen klagen. Jedoch, erklärt sie, sei der Fassbier-Absatz an die Gastronomien zurückgegangen.

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