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Saarländer hoffen auf viele Titel

Völklingen. Vom morgigen Freitag bis zum Sonntag messen sich die besten Ringer Deutschlands im griechisch-römischen Stil in der Völklinger Hermann-Neuberger-Halle. Dabei kämpfen die insgesamt 148 Starter in sieben verschiedenen Gewichtsklassen um deutsche Meister-Titel. Saarlands Landestrainer Frank Hartmann misst den diesjährigen Titelkämpfen einen besonderen Stellenwert bei. „Es beginnt ein neuer Olympia-Zyklus. Somit ist die Meisterschaft auch eine Art Standortbestimmung. Wer international etwas reißen will, muss sich erst einmal national durchsetzen“, erklärt Hartmann. Am Start werden auch 19 saarländische Ringer sein, die der Landestrainer nominiert hat. „Ich habe die Athleten nominiert, die leistungssportlich orientiert sind, diszipliniert trainiert haben und bei denen erkennbar ist, dass sie sich verbessern wollen“, sagt der Landestrainer.

Dabei seien die Zielsetzungen der Athleten zweigeteilt, erklärt er. „Wir wollen in einigen Gewichtsklassen nachweisen, dass wir den nationalen Standard bestimmen.“ Hierzu zählen die Gewichtsklassen mit den Titelverteidigern Konstantin Schneider (74 Kilo) und Jan Fischer (84 Kilo). Darüber hinaus sagt Hartmann: „In der 60-Kilo-Klasse mit Jurij Kohl und in 66 Kilo mit Ismail Baygus und Timo Badusch sollten wir in der Lage sein, um den Titel mitzukämpfen. Wobei in der 66-Kilo-Klasse Marcus Thätner (Brandenburg, Anm. d. Red.) der große Favorit ist. Doch vielleicht ist im Sog des Heimvorteils ein Sieg möglich.“

Titel- und Medaillengewinne sind also die einen Ziele. Und die anderen? Hartmann erklärt: „Die A-Jugendlichen und Junioren sollen herangeführt werden und teilweise auf die Meisterschaften in ihren Altersklassen vorbereitet werden. Es gibt keine bessere Vorbereitung als einen solchen Wettkampf.“ Im Blick hat Hartmann auch die Länderwertung, in der das Saarland im vergangenen Jahr Platz drei belegte und zuletzt 2003 gewann. „Es wird wohl ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Nordrhein-Westfalen, Württemberg und Brandenburg geben“, vermutet Hartmann und ergänzt: „Im vergangenen Jahr haben wir fünf Medaillen errungen. Wenn wir das Niveau halten, bin ich zufrieden.“

Mit der Konkurrenz, die Fischer und Co. den Titel streitig machen könnte, beschäftigt sich Hartmann nicht. „Die interessiert mich nicht. Wir haben für unsere Zielstellung hart gearbeitet. Das wollen wir nachweisen“, sagt der Landestrainer selbstbewusst. Gerungen wird in Völklingen bereits nach den Regeländerungen, die im Februar durch den Ringer-Weltverband Fila beschlossen wurden (siehe Infokasten). „Die Regeländerungen sind pro Sportler, pro Aktivität und insgesamt pro Ringen“, zeigt sich Hartmann zufrieden. Die Zuschauer dürfen sich also auf spannende Kämpfe freuen – und vielleicht den ein oder anderen saarländischen Titelträger bejubeln. Kai Rixecker 
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