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Saarländer kaufen vor Weihnachten kräftig ein

Von SZ-Redakteur Lothar Warscheid

Saarbrücken. Das Winterwetter hat die Kassen der Einzelhändler im Saarland und in Deutschland kurz vor Weihnachten ordentlich klingeln lassen. In den Innenstädten und Geschäften herrschte am vierten Adventswochenende überall dichtes Gedränge.

„Unsere Geschäftsleute sind mit dem Verlauf der vergangenen vier Wochen hochzufrieden“, bilanzieren die Vertreter der Kaufmannschaften in saarländischen Städten. „Die Leute gönnen sich wieder etwas“, sagt Max Schoenberg, Vorsitzender des Saarbrücker Vereins für Handel und Gewerbe. Die Ware mit hoher Qualität und entsprechenden Preise werde stärker nachgefragt als in den Vorjahren. Auch für die kommenden Tage rechnet Schoenberg damit, dass viele die Gelegenheit nutzen werden, die restlichen Geschenke zu besorgen. Für die Woche nach Weihnachten ist er ebenfalls zuversichtlich. In dieser Zeit seien außergewöhnlich viele „Exil-Saarländer“ in der Stadt, die in der Heimat gut essen gehen, bummeln und auch „das Einkaufen genießen wollen“.

Das Tief „Petra“ mit seinen Eis- und Schneemassen hatte zwar für „einen ruhigen Start in die vergangene Woche gesorgt“. „Doch am Samstag war unsere Stadt voll“, bilanziert Paul Leinen, stellvertretender Vorsitzender des Vereins für Handel und Gewerbe in Saarlouis. Die Händler in der heimlichen Saar-Hauptstadt ziehen „eine optimistische Zwischenbilanz“. „Doch die wichtigste Woche beginnt an diesem Montag.“ Hier rechnet Leinen noch einmal mit Menschenmassen in der Stadt. Von Vorteil sei, dass „wir fast eine volle Arbeitswoche vor uns haben“. Es seien außerdem Ferien, und auch viele Dienstleister wie zum Beispiel Arztpraxen hätten geöffnet, so dass man neben dem Einkauf noch andere Dinge erledigen könne.

Auch Manfred Welt, Vorstandsmitglied des Verkehrsvereins Neunkirchen, rechnet für den Handel in der Hüttenstadt ab heute mit einer „ganz starken Woche“. „Wir sind vom Personal und der Logistik darauf vorbereitet.“ Er hat beobachtet, dass Gutscheine als Geschenke immer beliebter werden. „Das heißt, dass es auch die Woche nach Weihnachten wieder richtig rund läuft, wenn die Leute ihre Gutscheine oder auch die Geldgeschenke zum Wareneinkauf nutzen.“

Ähnlich wie Schoenberg in Saarbrücken beobachtet Manfred Welt, dass höherwertige Geschenke im Trend liegen. Vor allen Dingen Schmuck werde wieder verstärkt nachgefragt. „In der Hoffnung auf einen stabilen und einen vielleicht noch weiter steigenden Goldpreis erwirbt man hier nicht nur ein Geschenk, sondern auch noch eine sichere Kapitalanlage“. Ansonsten seien es die Klassiker der Unterhaltungselektronik, die gekauft würden – so zum Beispiel Flachbildschirme mit neuer LED-Technik, Blue-Ray-Player und Smartphones. Aber auch warme Wintersachen „gehen angesichts der frostigen Temperaturen sehr gut“. Ein Renner seien außerdem Wintersport-Artikel.

Axel Ulmcke, stellvertretender Vorsitzender des Gewerbevereins Homburg, beobachtet, „dass die Kunden trotz der widrigen Witterungsverhältnisse nicht weniger einkaufen, sie kaufen gezielter“. Man fahre nicht mal „eben so“ in die Stadt, sondern habe konkretere Vorstellungen. Die Umsätze der Homburger Kaufleute „liegen leicht über dem Vorjahr“.

Außerdem ist man in der Universitätsstadt auf den Ansturm der kommenden Tage vorbereitet. Alle Befragten betonen, dass die Weihnachtsmärkte, die es inzwischen fast in jeder Stadt gibt, „sehr dazu beitragen, dass der Einkauf im Dezember zu einem rundum schönen Erlebnis wird“. „Sie sind nicht mehr wegzudenken und ziehen oft Besucher von weit her an“, sagt der Saarbrücker Händler Schoenberg; zumal der Schnee für besonders romantische Stimmung gesorgt habe. Die Erfahrungen haben auch Leinen und Ulmcke gemacht. In Neunkirchen gab es einen „Weihnachtstreff“, um die Gastronomie zu stärken. Doch 2011 sollen die Leute wieder einen richtigen Weihnachtsmarkt vorfinden, der „deutlich attraktiver ist als die Vorgänger“, verspricht Manfred Welt vom Verkehrsverein.

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