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Saarländer kaufen wie verrückt Geschenke

Auch wenn der eine oder andere über schlechtes Wetter oder schleppende Umsätze klagt: Im Großen und Ganzen verlief das Weihnachtsgeschäft für den Saar-Handel bislang gut, ergab eine Umfrage unter Händlern.

Saarbrücken. Der Einzelhandel im Saarland ist mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft „durchaus zufrieden“. „Der Umsatz 2009 liegt am Ende knapp über dem des Vorjahres“, meint der Präsident des Landesverbandes Einzelhandel und Dienstleistung, Hans Agostini nach einer Umfrage des Verbands unter den Mitgliedern.

In den einzelnen Städten des Landes hat es allerdings größere Unterschiede gegeben. Das ist auch in Völklingen der Fall, wo Agostini Chef des Wirtschaftskreises ist. Schlecht sei es in der Hüttenstadt Ende November gelaufen. Inzwischen „haben wir aufgeholt“, sagt Agostini. Vor allem der Samstag sei gut gewesen. „Das liegt auch viel an der Witterung, Mäntel und andere Winterkleidung wurden kräftig nachgefragt.“

Der Wintereinbruch hat den Saarbrücker Kaufleuten am Samstag ebenfalls geholfen, sagt Michael Genth, Vorsitzender des Vereins für Handel und Gewerbe. „Die Leute merken, dass sie sich für die kalte Jahreszeit eindecken müssen. Entsprechend gut lief das Geschäft.“ Aber auch die Geschenk-Klassiker wie Parfüms oder Schmuck „sind reichlich über die Ladentheke gegangen“.

Unterhaltungselektronik ist der Renner
Einen guten Endspurt erwartet Genth für die drei letzten Einkaufstage vor Weihnachten. „Die Geschäfte wollen einen richtigen Schlussspurt hinlegen.“ Erst dann könne man sagen, ob das Weihnachtsgeschäft ein Erfolg war. Ein echter Renner ist in diesem Jahr die Unterhaltungselektronik. „Wir haben deutliche Zuwächse“, zieht Gerd Krämer, Chef des Media-Markts in Saarlouis, Bilanz.

In Neunkirchen verlief das vergangene Wochenende mäßig bis durchschnittlich. Als Ursache für die oft hinter den Erwartungen zurück gebliebenen Umsätze nannten die Befragten die Witterung. Die Innenstadt lud samt Weihnachtsmarkt zum Einkauf bis Mitternacht. Tatsächlich bis 24 Uhr durch hielten außer dem Kaufhof und dem Saarpark-Center allerdings nur drei Geschäfte. „Wir konnten nachmittags und abends etwas aufholen“, bilanzierte Centermanagerin Heike Marzen kurz vor Mitternacht. Versprochen habe man sich aber mehr von diesem Tag, wie auch vom Dezember allgemein.

In Homburg nutzten am letzten Samstag vor Weihnachten noch einmal viele die Chance, ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Doch der große Ansturm blieb aus. Trotz des rein zahlenmäßig überschaubaren Besucherandrangs in der Stadt zeigte sich der Handel dennoch recht zufrieden mit den Geschäften. Für die nächsten Tage gehen viele davon aus, dass „noch einiges geht“.

Diese Hoffnung haben auch die Kaufleute in St. Ingbert, sagt Michael Köhl, Vorsitzender des Vereins für Handel und Gewerbe. Viele St. Ingberter hätten seiner Beobachtung nach in den vergangenen Wochen lieber die Nachbarstädte aufgesucht. Doch allmählich „entdecken sie auch das heimische Warenangebot“.

Weihnachtsmarkt bringt  Käufer
Rundum zufrieden ist die Arbeitsgemeinschaft „In St. Wendel tut sich was“. Allein der zehntägige Weihnachtsmarkt habe 250.000 Menschen in die Kreisstadt gezogen, „und die haben auch in den Geschäften eingekauft“, sagt Wolfgang Zeyer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft. Bernhard Kiesel, der in Merzig dem Verein für Handel und Gewerbe vorsteht, ist ebenfalls zufrieden. „Merzig ist mit Sicherheit die gemütlichste Einkaufstadt des Landes“, wirbt er. Viele Händler hätten in ihre Geschäfte investiert. low/nig/thw



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