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Saarländer sind pfiffig im Erfinden neuer Getränke

Saarbrücken. Im Saarland trinkt man nicht nur gerne und gut. Bei diesem Tun rangiert Altbewährtes und Vertrautes ganz vorne – egal ob bei Bier, Wein, Long- oder Softdrinks. Doch viele Leute sind offen für neue Geschmacksrichtungen, wenn sie das Licht der Welt erblicken. Tatsächlich hat sich in den vergangenen zwei Jahren in dieser Richtung an der Saar einiges getan. Neue Getränkesorten sollen Lust auf Mehr machen.

Blau mag es Denis Reinhardt, der Erfinder des „Dreyberg“. Dahinter verbirgt sich eine Mixtur aus Wodka, Minze, Eukalyptus, Zitrone und einem Tropfen Edelweiß – daher auch der Zusatzname des Getränks: Liquid Edelweiss. Die blaue, leicht getrübte Mixtur wird in einer schlichten, elegant gedrungenen Flasche verkauft. Das Getränk mit einem Alkoholgehalt von 18 Prozent kann man zwar auch pur trinken. Es schmeckt wie Gletschereis- Bonbons. „Eine Geschmacksrichtung, die ich aus meiner Kindheit kenne“, erzählt der 32-Jährige. In der saarländischen Club- und Kneipenszene wird Liquid Edelweiss als blauer Extra-Kick dem Cremant beigemischt oder über Zitronensorbet geträufelt. „Doch den Rezept-Phantasien sind keine Grenzen gesetzt.“

Die Zutaten „sind hochwertig“, sagt Reinhardt. Der Wodka sei dreifach destilliert. Er arbeitet mit der Brennerei Avadis aus Winningen an der Mosel zusammen. Die Zutaten stammen aus der Region und dem benachbarten Frankreich. Abgefüllt und etikettiert werden die Flaschen – noch von Hand – am Sitz von Reinhardts Saarbrücker Firma „Capulet & Montague“, die er zusammen mit seinem Bruder Erik Wimmers betreibt. Hauptkunden sind Gastronomen und Hoteliers, aber auch Privatkunden im Südwesten – Kostenpunkt rund 17 Euro die Flasche. Inzwischen hat Reinhardt schon eine rote Mixtur auf dem Markt – „Dreyberg- Liquid Red Berry“, die aus Wodka, Himbeere, Johannisbeere, Granatapfel und Minze besteht.

Bier von Blechhammer

Erfolgreich kann man allerdings nicht nur mit Szene-Getränken sein, sondern auch mit normalem Bier. Hier hat Lars Kröger ein neues Kapitel saarländischer Gerstensaft-Geschichte aufgeschlagen. Der studierte Ökonom und leidenschaftliche Bierfan braute seine ersten Getränke „im Einkoch- Automat auf der Terrasse“, erzählt er – „aber streng nach Reinheitsgebot“. Krögers Freunden schmeckten die Biere offenbar, so dass er vor zwei Jahren den nächsten Schritt wagte. Er fand in Bayern eine kleine Privatbrauerei, die den Sud nach seinen Rezepten brauen. Inzwischen sind es „mehrere 1000 Liter im Jahr“, erzählt er. Mittlerweile hat der 45-Jährige bereits drei Biersorten im Angebot: Börni („börnt total“), ein bernsteinfarbenes Edelbier, Goldstück, ein goldgelbes Vollbier und die Schwarzbier-Spezialität Blechhammer. Denn er hat sich mit seiner Firma auf dem Gelände der ehemaligen Grube Jägersfreude in Saarbrücken niedergelassen, ein Stadtviertel, das seit jeher Blechhammer heißt. Neben Flaschen verkauft er für Partys selbstkühlende Fässer mit 14,6 Liter Inhalt. Leben kann Lars Kröger von seinen Bieren noch nicht, auch wenn er inzwischen etliche Lebensmittel- und Getränke- Märkte sowie Kneipen in der Region beliefert. Er und seine Freundin Daniela Koltzer, die ihn kräftig unterstützt, haben weiterhin einen Vollzeit-Job. Ein festes Verkaufs-Datum in Jägersfreude ist daher nur der Donnerstag – nach 18 Uhr.


HINTERGRUND

Ganz gesund geht es bei einer neuen Getränke-Entwicklung zu, die zur Ursapharm-Gruppe gehört. Das Unternehmen firmiert unter Kiobis, die Drinks heißen Aronia. Sie sollen das Immunsystem stärken – und zwar mit Hilfe der Aroniabeere, im Volksmund auch Apfelbeere genannt. „Diese Beere enthält ungewöhnlich viele Antioxidanzien, die das Immunsystem stärken“, erläutert Kiobis-Geschäftsführer Ronnie Braunberger. Herz und Gefäße würden stabilisiert, der Blutdruck reguliert und Entzündungen gehemmt. Vertrieben werden die Produkte bundesweit über 6000 Apotheken. Inzwischen gibt es vier Varianten von Aronia. low
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