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Saarländer spenden nicht mehr so gerne

Saarbrücken. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) rechnet gegenüber dem Vorjahr mit einem leichten Rückgang des Spendenvolumens. „Es gibt zwar durchaus auch Organisationen mit erhöhten Spendeneinnahmen, aber insgesamt dämpft die Finanzkrise die Spendenbereitschaft geringfügig“, erklärte DZI-Geschäftsführer Burkhard Wilke unserer Zeitung. Einige regionale Organisationen können das bestätigen, jedoch verzeichnen manche auch Zuwächse.

Rückgang von zehn Prozent

Der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) Saar führt jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit eine Haus- und Straßensammlung durch. Geschäftsführer Ernst-Joachim Büttner verzeichnet dieses Jahr einen Rückgang von etwa zehn Prozent. „Wir haben bis zu 12 000 Euro weniger sammeln können, als im Vorjahr“, sagte er zur SZ. Zwar gehöre der Landesverband im Bundesvergleich mit zur Spitze, aber der Rückgang bereitet dem Geschäftsführer Sorge. Ein Grund, den Büttner sieht: „Es wird immer schwieriger, uns gegen andere Organisationen zu behaupten.“

„Leicht rückläufig“, heißt es beim Caritasverband Saar-Hochwald, seien Geldspenden an die Tafeln, insgesamt jedoch ist man mit der Spendenbereitschaft der Menschen zufrieden. „Ohne die Spenden wäre das, was wir an Hilfe leisten, nicht möglich“, sagte Geschäftsführer Hermann-Josef Niehren. Besonders hervorheben möchte er, neben den vielen Lebensmittelspenden, die Hilfsbereitschaft von Schulen und Kindergärten, die vor allem in der Weihnachtszeit hoch sei. „Die Tafeln haben von vielen Kindern schön verpackte Geschenke entgegen nehmen dürfen, mit denen wir mehrere 100 bedürftige Kinder froh machen können“, erklärte Niehren. Der Caritasverband Saar-Hochwald ist Träger der Tafeln Dillingen und Wadern und ist gemeinsamer Träger mit dem Diakonischen Werk bei den Tafeln Saarlouis und Lebach.

Aktuell ist Spendenzeit

Eine Hilfsorganisation, die sich derzeit nicht beklagen kann, ist die Kindernothilfe Saar. „Dieses Jahr war die Spendenbereitschaft wirklich groß“, sagte die Vorsitzende Christa Jochum. Eine Steigerung erfährt sie gerade jetzt zur Weihnachtszeit. „Die Menschen werden aufmerksam und wollen spenden“, berichtete sie. Die Kindernothilfe unterstützt kranke und behinderte Kinder, die auf dringend notwendige medizinische Betreuung angewiesen sind und die keinen finanziellen Rückhalt haben.

Auch die Unicef-Arbeitsgruppe Saarbrücken erfährt jetzt eine höhere Spendenbereitschaft als im Vorjahr. Wie Evi Olhoff erklärte, versuchten die Helfer der Organisation Transparenz zu schaffen, um nach dem Unicef-Skandal wieder das Vertrauen der Menschen zu gewinnen. „Wir können uns daher nicht beklagen, wir sind auf einem guten Weg“, sagt Olhoff.

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