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Saarländer stehen nicht auf Elektro-Kippen

Saarbrücken. Sie sehen aus wie herkömmliche Filterzigaretten, entwickeln Qualm und selbst das Glühen an der Spitze wird durch eine Leuchtdiode imitiert. Auf den ersten Blick sind elektrische oder E-Zigaretten kaum von herkömmlichen aus Tabak zu unterscheiden. Doch sie basieren fast alle auf dem Verdampfungs-Prinzip, das auch bei Nebelmaschinen für Konzerte verwendet wird (siehe Infokasten).



Starterpaket mit Zubehör für rund 90 Euro

Ein Hersteller von E-Zigaretten aus Fürth berichtet, seine Produkte seien bundesweit in jeder Apotheke erhältlich. Das Starterpaket mit Zubehör gebe es für rund 90 Euro. Jede weitere Stange koste dann nur noch 12,90 Euro für das Aroma-Fluid. Damit seien die Elektro-Zigaretten ein vielfaches billiger als normale Rauchwaren.

Im Saarland seien E-Zigaretten nur wenig gefragt, sagtHelga Neumann. Die Inhaberin der Saarbrücker „Stadtapotheke“ ist im Verein „1A Gesund“ aktiv, dem rund 40 freie Apotheken im Saarland angehören. Die Produkte, die je nach Hersteller zwischen 80 und 100 Euro kosteten, seien für sie „eher ein Flop“. Bereits mehrfach hätten enttäuschte Kunden den Artikel, den man nur auf Anfrage bestelle, wieder zurückgegeben. Nur in den wenigsten Fällen würde ihre Placebo-Wirkung den Rauchern helfen, erklärt die Apothekerin.  Helga Neumann: „Das einzig Gute daran ist, dass sie weniger schädlich sind, als echte Zigaretten.“



E-Zigarette trotz Rauchverbot in Kneipen?

Bei der elektronischen Variante wird nämlich die Verbrennung von pflanzlichen Substanzen wie Tabak und dessen Inhaltsstoffen vermieden. Laut Hersteller können deshalb die schädlichen Rückstände, die beim Rauchen herkömmlicher Zigaretten in den Körper gelangen, nicht entstehen. Wissenschaftliche Untersuchungen existieren jedoch noch nicht.
Eine andere Frage ist, ob die Produkte trotz dem ausnahmslosen Rauchverbot in der saarländischen Gastronomie benutzt werden können. „Beim Gebrauch der E-Zigarette handelt es sich um ein Inhalieren.

Das Verdampfen von Lösungen zum Zwecke des Inhalierens fällt nicht unter das Nichtraucher-Schutzgesetz des Saarlandes“, sagt eine Sprecherin des saarländischen Gesundheitsministeriums.Vorbehaltlich neuer Erkenntnisse über Gefahren sei der Konsum von E-Zigaretten nicht vom Sinn und Zweck des Nichtraucherschutz-Gesetzes umfasst und somit auch nicht verboten.

Der Hersteller aus Fürth sieht übrigens keinen Grund, warum E-Zigaretten nicht auch im Flugzeug geraucht werden dürften. Allerdings hätten sich die wenigsten Airlines bislang mit dem Thema befasst – so dass es meist weder explizit erlaubt noch verboten sei.


Auf einen Blick:

Die Technik von E-Zigaretten basiert auf dem Verdampfungs-Prinzip: Mit Hilfe elektrischer Spannung wird eine Flüssigkeit aus Wasser, dem stark bindenden Stoff Propylenglycol Glyzerin sowie Aromastoffen und Nikotin in einer Heizspirale erhitzt. Der so erzeugte Dampf wird dann in feinen Nebel umgewandelt. mv
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