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Saarländer tauscht 2000 Kinderpornos

Saarbrücken. Rund 2000 Kinderporno-Dateien hat ein Saarländer (22) im Internet weltweit zum Tausch angeboten. Das Ganze lief über den Internetanschluss des Vaters. Und als die Sache aufflog, da geriet zunächst der Vater unter Verdacht.

„Da müssen Sie durch.“ Immer wieder musste der Vorsitzende Richter am Saarbrücker Landgericht den Angeklagten zum Weiterreden auffordern. Dem war die Sache peinlich. Und der junge Mann fürchtete sich: Davor, dass seine Freundin etwas mitbekommen könnte. Nun wurde er wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornos zu neun Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt.

Der Täter hatte vor Jahren zu Hause auf dem Familiencomputer insgesamt rund 2000 Dateien mit Kinderpornografie, teils übelster Sorte, gespeichert. Das Ganze sei passiert, als er zwischen 18 und 19 Jahre alt gewesen war. Da habe er zu Hause gewohnt und angefangen, über den Computer der Familie im Internet Musik zu tauschen. Bei den so erhaltenen Daten sei einmal zufällig auch ein Bild mit Kinderpornografie gewesen. Das habe sein Interesse geweckt, und er habe dann gelegentlich nach solchen Dingen gesucht: „Es war ekelhaft. Aber ich war neugierig.“ Und wieder: „Ich weiß nicht, ob Sie das verstehen. Es war die Neugierde. Es war so dumm.“
Nach und nach sammelten sich auf den Rechner rund 2000 Dateien mit kinderpornografischem Inhalt an. Darunter übelste Werke mit ganz kleinen Mädchen als Opfer erwachsener Männer. Sie waren allesamt unter dem Namen der Mutter des Angeklagten auf dem Computer zu finden. Und bei dem Tauschprogramm, dass der junge Mann benutzte, wurden diese Dateien automatisch weltweit zum Tausch angeboten.
Ende 2005 flog die Sache auf. Ermittler in Augsburg stießen auf die Spur aus dem Saarland. Woraufhin die Kinderporno-Jäger zuschlugen, inklusive Hausdurchsuchung und Sicherstellung des Computers. Die entsetzte Mutter des Angeklagten schlossen die Beamten als Täterin aus. Es blieb sein Vater als Verdächtiger. Das änderte sich erst, als sich der Sohn offenbarte. Er wurde zunächst vom Amtsgericht, wie vom Staatsanwalt gefordert, zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Verteidigung legte Berufung ein, verlangte ein Urteil ohne Freiheitsstrafe. Ohne Erfolg. Das Landgericht verurteilte den Mann erneut zu neun Monaten auf Bewährung. Fazit der Richter: Jeder, der sich solche Bilder ansehe, der sei nicht nur neugierig. Er unterstütze den brutalen Missbrauch von Kindern. szn/dög


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