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Saarländer werden älter

Die Lebenserwartung der Saarländer ist seit 1970 um rund zehn Jahre auf 75,8 Jahre gestiegen. Damit liegt das Saarland 1,3 Jahre unter dem Bundesdurchschnitt.

Saarbrücken. Die Krankheitsquote saarländischer Arbeitnehmer liegt rund ein Viertel höher als im Bundesschnitt. Sinkt damit die Lebenserwartung? Nein. Die steigt nicht nur bundesweit, wie gestern das Statistische Bundesamt meldete, sondern auch an der Saar, so das hiesige Statistische Amt auf SZ-Nachfrage.

Wer beispielsweise 1970 hier zu Lande als Mann auf die Welt kam, konnte sich nur auf eine Lebenszeit von 66,1 Jahren einstellen. Heute liegt die Schätzung für Männer bei 75,8 Jahren (Bund: 77,2), für Frauen bei 81,1 Jahren (Bund: 82,4). Daraus lässt sich seit 1970 ein Lebenserwartungs-Zuwachs von etwa zehn Jahren errechnen. Dieser Wert gilt annähernd auch bundesweit. Jedoch liegt die Lebenserwartung von Saarländern seit Jahrzehnten unter dem Bundes-Wert, aktuell um rund 1,3 Jahre.

Doch wer heute im Saarland 60 Jahre alt ist, wird statistisch gesehen älter als die jetzt Geborenen. Männer dürfen auf eine Restlebenszeit von 19,8 Jahren hoffen, Frauen auf 23,8 Jahre. Die Sterberate blieb stabil: Sie pendelt seit 2002 zwischen 12.000 und 12.800. Im vergangenen Jahr lag sie bei 12.547. Laut Dagmar Ertl, Fachbereichsleiterin beim Statistischen Landesamt Saarland, ist dies eine Zahl ohne Auffälligkeit.

Aber wieso verursacht die steigende Zahl älterer Menschen keine höhere Sterbe-Quote? Ertl erklärt dies damit, dass dieser Trend durch eine höhere Lebenserwartung ausgeglichen wird: „Der Anteil der Älteren wird höher, aber sie leben auch länger. Deshalb ergibt sich noch keine auf die Statistik durchschlagende Wirkung.“ Seit 1980 kletterte der Anteil der Über-60-Jährigen im Saarland immerhin um rund sieben auf 22 Prozent an der Gesamtbevölkerung.






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