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Saarländer will 900 Kilometer in zwei Wochen zurücklegen

Sidney Dingert aus Ottweiler-Steinbach will ab 2. August die Republik innerhalb von nur zwei Wochen zu Fuß durchqueren, und zwar von Wilhelmshaven bis auf die Zugspitze. Für den etwa 900 Kilometer langen Weg, der über Bundes-, Land, Dorfstraßen, aber auch Feldwege möglichst dicht entlang der Luftlinie führt, hat sich der 39-jährige Extremsportler eine Zeit unter 15 Tagen und drei Stunden vorgenommen – damit wäre er schneller als die bisherigen Rekordhalter Joey Kelly und Steven Rau. Dingert hat Tagesetappen von 60 bis 65 Kilometer eingeplant und möchte sich mit einem Durchschnittstempo von fünf bis sechs Kilometern je Stunde bewegen, also jeweils etwa zwölf Stunden auf den Beinen sein. Die besondere Schwere der Aufgabe liegt im Verzicht auf Geld und Komfort. Der Marschierer nimmt keine Verpflegung mit und auch keine von Fremden an, er schläft unter freiem Himmel und ernährt sich von dem, was die Natur hergibt – Äpfel, Beeren, Feldfrüchte und Wildgemüse wie Giersch und Brennesseln.

In einem insgesamt acht bis neun Kilo schweren Rucksack verstaut Sidney Dingert ein paar wenige unverzichtbare Gegenstände: Schlafsack, Messer, Feuerstein, Kochstelle, Zeckenzange, eine Garnitur Ersatzkleidung (die Wanderschuhe an den Füßen müssen ohne Ersatzpaar halten), Handy, Solarpanel zum Aufladen des Handys und des GPSGerätes, das ihm den Weg weist, Wasserfilter und Mini- Angel. „Zwei bis drei Rotaugen kriegt man immer“, weiß der versierte Angler und glaubt, dass gerade das Fischeiweiß ihm die nötige Energie gibt, um die Strapazen durchzustehen. Bei einer Größe von 185 Zentimetern und einem Gewicht von 89 Kilo geht er „gut im Futter“ an den Start. Der Leiter der Instandhaltung bei einem Autozulieferer und Familienvater mit zwei Kindern ist in diversen Sportarten gestählt – von Triathlon bis Gleitschirmfliegen .

Er kann mit körperlichen und Motivationskrisen umgehen und hat sich mit diversen Trainingseinheiten seit Monaten auf den Gewaltmarsch eingestimmt. Die neue Herausforderung liegt vor allem darin, über eine lange Zeit nicht im Wettkampfmodus und nicht mit Verpflegungsstellen Leistung auf den Punkt zu bringen, sondern sich individuell und ohne Hilfe über eine lange Zeit ins Ziel zu bewegen. Vor allem im zweiten Teil der Reise, ist er sicher, werde es auf die mentale Stärke ankommen. Außer dem Willen hat er eine zweite Stütze: Er sammelt bei dem Lauf für ein Hilfsprojekt zugunsten afrikanischer Mädchen, hinter dem der bekannte deutsche „Überlebenskünstler“ Rüdiger Nehberg steht. Dingert bewundert den Sportsmann und dessen „Abenteuer mit Sinn“ – und so will er auch seine Deutschland- Durchquerung verstanden wissen. Wer Sidney Dingerts Vorhaben verfolgen will, kann dies ab August auf www.androgon.com tun.
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