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Saarländer zwang Stieftochter (9) zum Sex

Symbolfoto: So alt wie dieses Mädchen dürfte die Stieftochter des Angeklagten zum Zeitpunkt des Missbrauches gewesen sein. Er wurde jetzt verurteilt.

Symbolfoto: So alt wie dieses Mädchen dürfte die Stieftochter des Angeklagten zum Zeitpunkt des Missbrauches gewesen sein. Er wurde jetzt verurteilt.

Saarbrücken. Mehr als elf Jahre nach der schlimmsten Nacht ihres Lebens hat ein Frau aus dem Saarland gestern Recht bekommen. Mit klaren Worten haben die Richter des Landgerichts festgestellt: Die zwischenzeitlich erwachsene Frau sei im Alter von neun Jahren von ihrem Stiefvater vergewaltigt worden. Das sei an Ostern 1999 passiert. Der heute 45 Jahre alte Angeklagte habe diese Tat immer abgestritten aber jetzt vor Gericht erstmals zugegeben. Und es bestünden keine Zweifel an diesem Geständnis. Der Angeklagte werde deshalb wegen Vergewaltigung und schweren sexuellen Missbrauchs zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Verteidiger kündigte an, dass er die Höhe der Strafe mit der Revision anfechten werde. Die Feststellungen zum Sachverhalt wolle er nicht angehen.



Gewalttätigkeiten gegen Frau und Kinder

Damit dürfte feststehen: Der Angeklagte und die Mutter seines späteren Opfers hatten Anfang der 90er Jahre geheiratet. Die Frau brachte eine kleine Tochter mit in die Ehe. Die bekam Mitte der 90er Jahre einen kleinen Bruder. In der Folgezeit soll es dann zu Gewalttätigkeiten des Mannes gegen seine Frau und die Kinder gekommen sein. Die Ehe wurde geschieden. Aber der Kontakt zu den Kindern sollte bleiben. Und zwar über Besuche bei der Mutter des Mannes, also der Großmutter des Jungen. Zu Ostern 1999 waren die Kinder bei der Oma. Aus nicht geklärten Gründen schlief das Mädchen aber nicht wie verabredet bei der Stief-Großmutter sondern in der Wohnung des Stiefvaters. Dort zwang der Mann sie, sich auszuziehen und vergewaltigte sie. Anschließend musste sie nackt neben ihm schlafen, und er drohte ihr wohl, sie zu töten, wenn sie etwas von der Nacht erzählt.

Putz- und Waschzwang

Das Kind schwieg über Jahre. Aber es begann, sich seltsam zu benehmen. Das Mädchen entwickelte einen Putz- und Waschzwang, stand ständig unter de Dusche. Und als ihr kleiner Bruder älter wurde und äußerlich immer mehr dem Vater glich, wuchs die sichtbare Abneigung gegen ihn. Auch mit Jungen oder später mit Männern klappte der Umgang nicht so richtig. Warum, dass wurde erst 2006 offenbart. Damals wollte die junge Frau anfangen, im Gesundheitswesen zu arbeiten und musste zum Amtsarzt. Als der Mediziner sie untersuchen wollte, rastete das Mädchen völlig aus. Ihre Panik-Reaktionen waren so heftig, dass sie kurzzeitig in eine psychiatrische Klinik musste. Dort sowie in Gesprächen mit ihrer Mutter und ihrem damaligen Freund kam dann die Ursache ans Licht. Und die junge Frau erstattete Anzeige.

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