L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Saarländische Kerzenfabrik verbreitet seit 82 Jahren Weihnachtsstimmung

Weihnachten ohne Kerzen – undenkbar. Ihr warmes Licht zaubert Behaglichkeit in jede Stube, und sie gehören auf einen festlich gedeckten Tisch. Kerzen erleuchten in der Weihnachts-Christmette die Kirchen und erinnern die Gottesdienst-Besucher an die Leuchtkraft ihres Glaubens. Viele dieser Kerzen kommen aus einer kleinen saarländischen Fabrik mit Sitz in St. Wendel. Peter Pazen betreibt sie in zweiter Generation. Vater Josef gründete sie 1931. Als der Vater erkrankte, wurde der damals 20-Jährige – in diesem Fall – ins heiße Wachs geworfen. Heute ist Peter Pazen 48 Jahre alt und führt seit fast drei Jahrzehnten das kleine Familien- Unternehmen mit seinen 30 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 2,5 Millionen Euro durch die schwierigen Gefilde des Kerzenmarkts.

Auch dort gibt es Strukturwandel. Bis zum Jahr 2000 waren ausschließlich die katholischen – und vermehrt auch die evangelischen – Pfarreien die Kunden von Pazen. „Noch immer findet man unsere Kirchen- Kerzen in ganz Deutschland – und im Saarland sowieso“, sagt der Firmenchef. Der Katalog mit dem „Gesamtsortiment Kirche“ ist 64 Seiten dick. Er umfasst – in rund 1500 Varianten – nicht nur Kerzen für Ostern oder andere christliche Feiertage. Auch die kleinen Teelichter für die Opferstöcke kommen von Pazen. Jede Pfarrei kann ihre Kerzen außerdem mit einem eigenen Symbol verzieren lassen. Das Rundum- Sorglos-Paket für den Küster umfasst noch mehr: ausziehbarer Kerzen-Anzünder und -Löscher, Dekorplatten und Zierelemente aus Wachs, aber auch Wachsfleckenlöser für Textilien oder Steinböden.

„Durch den Rückgang der Kirchengemeinden sank auch deren Nachfrage, und wir mussten uns neue Geschäftsfelder erschließen“, erzählt Peter Pazen. Zwar liegt der klerikale Auftrags-Anteil noch immer bei 60 Prozent, 2000 Pfarreien werden beliefert. Doch andere Poduktideen rund um die Kerze prägen immer stärker das Geschäft. So hat das Unternehmen viel Erfolg mit „sprechenden“ Kerzen, die als „Wortlicht“ gefertigt und angeboten werden. In jeder Kerze steckt eine Botschaft – zum Beispiel eine Liebeserklärung, ein Dankeschön, Glückwünsche zur Geburt eines Kindes oder ein Weihnachtsgruß. Wenn die Kerze abbrennt, wird der Text nach und nach sichtbar. Auch Design-Kerzen und -Glanzlichter in Kugel- oder Kubus-Formen sind im Kommen. „Sie werden als Wohn-Accessoires immer beliebter.“

Kerzen-Kreationen eignen sich außerdem als dekorative und langlebige Werbegeschenke. Inzwischen gehören viele Mittelständler, aber auch die Telekom, Adidas oder die Lufthansa zu den Kunden von Pazen. Zu einem wichtigen Absatz-Kanal ist das Internet geworden. Rund 20 Prozent der Kerzen- Produkte von Pazen werden inzwischen online vertrieben.

Ideen für neue Kerzen gehen dem Wachszieher-Meister Peter Pazen nicht aus. 4500 Varianten umfasst die Datei. „Pro Jahr kommen 1000 Artikel hinzu.“ 160 Tonnen Paraffin und Tausende von Metern Docht werden so zu Boten von Romantik und Beschaulichkeit

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