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Saarländische Polizei und Gendarmerie machten Nachtschicht gegen Alkohol am Steuer

Symbolfoto.

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Hätte sie bloß ein Taxi genommen. Die Saarbrückerin, Jahrgang 67, wird ihre Entscheidung lange bereuen, dass sie das Auto nach dem Feiern nicht stehen ließ. Einen guten Kilometer von zuhause entfernt war der Fastnachtsspaß am Freitagmorgen vorbei. Saarländische Beamte und Kollegen von der Gendarmerie aus Forbach waren dort gemeinsam gegen Alkohol und Drogen am Steuer in einem Sondereinsatz. Den hatten die Planer der Aktion, Mathias Biehl und sein französischer Kollege Christian Kuntz, ganz bewusst angekündigt (SZ vom Donnerstag).

Jeder sollte am Fetten Donnerstag die Chance haben, sich zwischen Trinken und Fahren zu entscheiden. Die 48-Jährige hatte die falsche Entscheidung getroffen, wie geschulte Augen- und Polizistennasen schnell feststellten. Also hieß es für die Fahrerin: aussteigen und pusten. 0,89 Promille. Das bedeutet für eine Ersttäterin einen Monat Fahrverbot, 500 Euro Bußgeld und vier Punkte in Flensburg. Zugleich hatte sich damit der größte Wunsch der Einsatzplaner erledigt. Die beiden hofften bis zu diesem Zeitpunkt auf eine Nachtschicht mit Top-Resultat wie 2014. Damals fiel kein einziger Fahrer wegen zu viel Alkohol auf. Ein Erfolg war die jüngste deutsch-französische Koproduktion für sichere Straßen aber doch. So erleichterte schon die Anwesenheit der Gendarmen in Saarbrücken die Kontrolle französischer Autofahrer sehr.

„Dann gibt’s keine Spielchen mit vermeintlichen Sprachbarrieren, und der Gegenüber ist sofort kooperativer“, sagt Uwe Wilhelm, Chef der Inspektion Alt-Saarbrücken. Zu tun gab es in der Nacht zum Freitag einiges. An zwei Kontrollstellen sahen sich die Polizisten 350 Autos und ihre Fahrer genau an. Zweimal hatte die Gendarmerie den Verdacht, ihr Gegenüber könne zu viel intus haben. Doch die Vermutung bewahrheitete sich in diesen Fällen nicht. Außerdem fielen den Polizisten noch 15 Autofahrer wegen kleinerer Verstöße auf.

Biehl und seine Kollegen hoffen, dass der Null-Promille-Appell der Polizei nun an den nächsten tollen Tagen durchweg auf offene Ohren stößt. Der Spaß muss dabei nicht zu kurz kommen. Uwe Wilhelm rät vom gefährlichen Herumrechnen ab, ob nicht vielleicht doch noch ein ganz kleines Bierchen drin ist: „Lassen Sie den Wagen einfach zu Hause.“ Denn wer sich im Fastnachtsgetümmel den einen oder anderen Schluck einfach nicht verkneifen kann, der ist nach schweren Fahrfehlern oder gar Unfällen schon bei weniger als 0,5 Promille dran.
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