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Saarländische Schulen sollen durchlässiger werden

Saarbrücken. Die Kinderfrühförderung scheint zu funktionieren. Jedenfalls sagen das Zahlen, die die Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) gestern Medienvertretern präsentierte. 707 Kinder - deutsche und ausländische - nahmen zwischen Januar und Juli 2009 am vorschulischen Kurs-Programm „Früh Deutsch lernen“ teil. Und nur zwei davon schafften die Einschulung auf Grund sprachlicher Defizite nicht. Der Rest wechselte in den Schulkindergarten oder startet am Montag ins erste Schuljahr. Erfolgsquote: 99 Prozent. Deshalb weitet das Kultusministerium dieses Förderprogramm zum 1. Januar 2010 flächendeckend aus: von 100 auf alle 160 Grundschulen.

Auch für Realschüler soll die Durchlässigkeit im neuen Schulverbundsystem verbessert werden. Die sogenannten „A-Kurse“ zur Abiturvorbereitung (G 9) starten ab diesem Schuljahr nicht mehr in der Klassenstufe 10, sondern in der neunten Klasse, damit also schon im Hauptschul-Zweig. Man habe gute Erfahrungen gemacht, erklärte Kramp-Karrenbauer. 2007/2008 hätten 24,8 Prozent der Realschüler die Übergangsberechtigung gehabt, durch die A-Kurse sei die Quote auf 31,4 Prozent gestiegen. Die Vorverlegung in Klassenstufe 9 ermögliche eine „noch intensivere Vorbereitung“. Auch Gymnasiasten profitieren von diesem Montag an von verstärkten Fördermaßnahmen. Erstmals wird es auch in dieser Schulform Förderstunden geben – eine „Gleichbehandlung“, wie die Ministerin meinte. Die Individual-Förderung soll besonders begabten wie leistungsschwachen Schülern zugute kommen. Diese Form individualisierter Förderung – für Grundschulen, Erweiterte Realschulen, Gesamtschulen und jetzt auch Gymnasien – fordert 303 Lehrerstellen im System.

Die Ministerin äußerte sich auch zur Schweinegrippe. Die Schule starte pünktlich, sagte sie. Man verzichte auf einen Rundum-Gesundheitstest für alle Lehrkräfte. Bereits in den Ferien seien die Schulträger angeschrieben worden, zusätzliche Desinfektionsmaßnahmen mit ihren Reinigungsdiensten zu vereinbaren. Hygienefragen sollten auch im Unterricht behandelt werden, so die Ministerin.
ce
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