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Saarländische Wirte wollen Rauchverbot verhindern

Saarbrücken. Ein neu gegründetes Aktionsbündnis und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband im Saarland (Dehoga) wollen gemeinsam das von der Landesregierung geplante Rauchverbot in der Gastronomie zu verhindern. Das Bündnis will in den kommenden Wochen saarlandweit für Unterstützung bei Wirten und in der Bevölkerung werben und strebt ein Volksbegehren an, wie dessen Initiatoren, Charly Fuhrmann und Sabine Dewies, gestern sagten.

Der Dehoga will bis zur Anhörung des in den Landtag eingebrachten Gesetzes die Wirte befragen, welche Arbeitsplatzverluste und Einnahmerückgänge sie erwarten. Das bestätigte Saar-Dehoga-Präsidentin Gudrun Pink (Foto: SZ) gestern in Saarbrücken. Am 13. Januar sei die Sitzung des entsprechenden Ausschusses terminiert, sagte sie weiter.

Pink geht derzeit davon aus, dass 1000 Jobs durch das von den Grünen vorangetriebene Nichtraucherschutzgesetz bedroht sind. Sie sagte: „Es geht nicht nur um Arbeitsplätze, es geht auch um ganze Existenzen.“ Pink sieht in diesem Zusammenhang vor allem die Zukunft älterer Kneipiers bedroht, deren Hauptumsatz sich aus der rauchenden Kundschaft generiere. Viele Gastronomen hätten darüber hinaus aufgrund der geltenden Gesetzeslage investiert – das bestätigten auch die Mitglieder des Aktionsbündnisses, die sich für den Erhalt der geltenden Regelungen stark machen.

Ein im Februar 2008 eingebrachtes Nichtraucherschutzgesetz hatte bereits Ausnahmen wie Raucherräume vorgesehen und war im Januar 2009 nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts weiter gelockert worden: Das Rauchen in Kneipen mit weniger als 75 Quadratmetern Fläche wurde wieder gestattet.

Bei der Vorstellung des frisch gegründeten Aktionsbündnisses in Saarbrücken, das derzeit sieben Mitglieder hat, erklärte Sabine Dewies, die saarländischen Grünen gingen mit „missionarischem Übereifer“ zu Werke. Niemand müsse im Saarland in Kneipen „zwangsweise mitrauchen“, wie Grünen-Chef Hubert Ulrich im Landtag argumentiert hatte, beteuerte Dewies. Zu alledem stehe auch die Zukunft der saarländischen Kneipenkultur auf dem Spiel, sagte Dewies.
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