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Saarländisches Elektroauto Mia auf der IAA

Frankfurt/Saarbrücken. Von den 42,3 Millionen in Deutschland registrierten Autos fahren nur 2300 mit Elektroantrieb. Das soll sich ändern. Und dazu will der Merziger Unternehmer Edwin Kohl beitragen. Die ersten Mia-Elektroautos des französischen Karosserieherstellers Heuliez, dessen Elektrofahrzeugsparte Kohl gemeinsam mit dem Essener Energie-Dienstleister Conenergy AG übernommen hatte, gehen zeitgleich mit der Präsentation der Wagen auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in den Verkauf.



Große Aufmerksamkeit für Mia-Modellvarianten

„Wir können jetzt loslegen“, sagt Edwin Kohl, dessen vier Mia-Modellvarianten auf der Frankfurter Autoschau offenbar große Aufmerksamkeit erregen. Der vornehmlich in der Pharmabranche tätige Unternehmer kann sich auf der Messe vor Anfragen kaum retten. Die kleine Variante des Mia misst 2,87 Meter. Drei Leute passen hinein – ein Sitz vorne, zwei hinten. Der größere Bruder ist 3,19 Meter lang und bietet vier Insassen Platz – einer vorne, drei hinten. Wer die hinteren Sitze weglässt, kann seinen Mia auch als Transportwagen nutzen. Der Fahrer sitzt immer allein „und kann sich ganz auf den Verkehr konzentrieren“, sagt Kohl.

Außerdem gibt es kein Getriebe. Der Fahrer gibt Gas oder er bremst. Zwei Pedale reichen aus. „Das ist ein Elektroauto in Reinkultur“, verdeutlicht er. Die Verkaufspreise beginnen bei 18 000 Euro. Kohl ist klar, dass man mit dem Mia nicht die großen Reisen machen kann. Das Auto schafft mit seinem Motor von zwölf Kilowatt eine Distanz von maximal 130 Kilometer. Wenn die Batterie leer ist, dauert es vier Stunden, bis sie wieder aufgeladen ist. „Das ist ein Auto für die Innenstadt“, sagt er. Dennoch: 1000 Autos sollen pro Monat in dem französischen Mia-Werk produziert und in etlichen westeuropäischen Ländern verkauft werden.

Hager entwickelt  Ladestationen

Damit der Mia-Fahrer auch ein gutes Umweltgewissen hat, kann er sich in Zukunft an Mia- Windparks beteiligen. Damit darf er dann zumindest theoretisch sagen, „dass der Strom, den er verfährt, ökologisch erzeugt wurde“, erläutert Unternehmer Kohl. Das erste Windrad soll in der Nähe von Hannover stehen.

Damit das mit dem Laden der Batterie klappt, dafür will die Blieskasteler Elektro-Gruppe Hager sorgen. Das Unternehmen ist zum ersten Mal auf der IAA vertreten. In der IAA-Elektrohalle zeigt Achim Jager, wie die von Hager entwickelten Ladestationen funktionieren. Mit einer Chip-Karte kann der Autofahrer, der Strom tanken will, die Säule entriegeln und den Stecker herausziehen. Eine Anzeige verdeutlicht, wie lange das Laden noch dauert. Die abgerufene Strommenge wird über die Chipkarte abgerechnet. „Das System ist denkbar einfach“, sagt Jager. Doch Hager zeigt am Stand auch eine Variante für die heimische Garage. „Dort kann man über Nacht sein Elektrofahrrad oder -auto aufladen. Die Station ist an die normale Hauselektronik angeschlossen. Der Verbrauch wird über den Zähler abgerechnet.“

Auch in der Saarbrücker Deutschland-Niederlassung von Peugeot hat das Elektro- Zeitalter begonnen. 600 Peugeot Ion hat das Unternehmen in diesem Jahr abgesetzt, sagt Deutschland-Chef Thomas Bauch auf der IAA. Im kommenden Jahr sollen es 900 werden.

Sie werden nicht verkauft, sondern auf Leasing-Basis abgegeben. Im Saarlouiser Ford- Werk beginnt ab dem kommenden Jahr das Elektroauto-Zeitalter. Dann wird dort ein batteriebetriebener Focus vom Band laufen. Auch dieser ist auf der IAA in Frankfurt schon zu sehen.

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