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Saarländisches Pilotprojekt: Weniger Schilder, mehr Rücksicht auf der Straße

Symbolfoto.

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Gebaut wird schon seit Wochen oder besser gesagt seit Jahren, am Freitag schaute sich nun Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger ( SPD ) die Baustelle in Freisen-Oberkirchen (2700 Einwohner) an. Von einem „Spatenstich“ war in der Einladung die Rede. Aber den sparten sich alle Beteiligten, schließlich ist die Hauptstraße seit Wochen gesperrt, Baumaschinen säumen den Weg. Das war in den vergangenen sieben Jahren häufiger der Fall. Denn damit das saarländische Pilotprojekt „Shared Space“ (deutsch: gemeinsamer Raum) verwirklicht werden konnte, musste erst einmal die Hauptstraße, die sich in einem desolaten Zustand befand, auf Vordermann gebracht werden. „Fast sieben Jahre haben wir gewerkelt und dabei ein paar graue Haare bekommen“, sagte denn auch Freisens Bürgermeister Karl Josef Scheer ( SPD ).

Jetzt geht es also in die Endphase des vom Land unterstützten Pilotprojekts. Im Herbst 2017 soll das „Vorzeigeprojekt“, wie es Rehlinger nennt, fertig sein. Rehlinger erklärt den Sinn und Zweck von „Shared Space“ so: „Charakteristisch ist die Idee, so weit wie möglich auf Verkehrszeichen, Signalanlagen und Fahrbahnmarkierungen zu verzichten. Gleichzeitig sollen die Verkehrsteilnehmer vollständig gleichberechtigt werden, wobei die Vorfahrtsregel weiterhin Gültigkeit besitzt.“ Der barrierefreie Bereich wird als Tempo-20-Zone ausgewiesen, mehrere Freiflächen sind geplant. Die Baukosten des Pilotprojektes betragen 2,1 Millionen Euro. Finanziert wird es durch das Wirtschaftsministerium mit einer Million Euro, das Innenministerium mit rund 836 000 Euro sowie durch die Gemeinde Freisen.

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