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"Saarländisches Volkstheater“ ab Sonntag in Saarbrücker Becolin-Fabrik

Interessanter Ort für ein Volkstheater: Alice Hoffmann startet am Wochenende ihr neues Theater-Konzept in der alten Becolin-Fabrik am Römerkastell.

Interessanter Ort für ein Volkstheater: Alice Hoffmann startet am Wochenende ihr neues Theater-Konzept in der alten Becolin-Fabrik am Römerkastell.

Auf den ersten Blick wirkt diese Idee durchaus skurril: Ausgerechnet in der ehemaligen Becolin-Fabrik will Alice Hoffmann künftig „saarländisches Volkstheater“ spielen (wir berichteten). Dabei gilt die Fabrik am Römerkastell mit ihrer ausgeprägten Verfalls-Ästhetik bisher doch eher als „Location“ für mehr oder weniger ausgefallene Partys, als ein Ort, der vor allem junge Leute anzieht. Und eben dort will nun Alice Hoffmann als Vanessa Backes für unterhaltsame Stunden sorgen: Zunächst am 25. August mit „Denk emol“, einer Auswahl der besten Backes-Szenen, die sie extra für diesen Abend aktualisiert. Und wenn das ankommt, sagt sie, soll es regelmäßig Theatervorstellungen geben, mit Bettina Koch etwa, mit der sie schon ein neues Stück namens „Die een un die anner“ plant. Aber auch Kollegen wie Detlev Schönauer oder Schorsch Seitz und auswärtige Gästen aus der Pfalz will die Hoffmann in die Räume am Römerkastell einladen.

Ob das typischerweise ältere Volkstheater-Publikum vor deren rohem Charme nicht eher zurückschrecken wird? Da lächelt die Schauspielerin nur und kontert, die Alten von heute seien doch gar nicht so altertümlich wie die Alten von gestern. Und auch die Art von Volkstheater nicht, die ihr vorschwebt. Auch junge Leute soll es ansprechen.

„Wir wollen keine billigen Dialekt-Klamotten, sondern unterhaltsame, auch komödiantische Programme, die sich mit saarländischer Geschichte, aber auch mit heutigen typischen Alltagsfragen beschäftigen“. So steht es in dem mehrseitigen „Konzept für ein neues Saarländisches Volkstheater“, das Hoffmann zum Gespräch überreicht.

Als sie das Konzept vor Jahren erstmals vorstellte, habe sie viel Zustimmung erhalten, auch vom Kultusministerium, sagt Hoffmann. Nur Geld dafür wollte niemand geben. Ein ehemaliges Kino, das ihr eine Initiative in Burbach dafür als mögliche Spielstätte vorstellte, hätte für Unsummen erst renoviert werden müssen.

Dann gab ihr jemand den Tipp, sich an Giovanni D'Arcangelo zu wenden, der mit der Gruppe „C'est dur la culture“ die Becolin-Fabrik betreibt. Ein Glückstreffer für Hoffmann. „Wir haben die gleiche Wellenlänge“, stellte sie fest. „Auch er sagt, man darf nicht auf Stadt und Land warten, sonst können wir uns gleich die Beerdigung schön machen.“ D'Arcangelo habe sowieso vor, die Fabrikräume weniger mit Partys, dafür mehr mit Kultur zu füllen.

Und warum sollen sich Volkstheater und Rock- und Popmusik überhaupt ausschließen? Zum Auftakt am 25. August mit „Denk emol“ hat Alice Hoffmann auch DJ Henk Nuwenhoud engagiert, um vor und nach der Vorstellung und in der Pause Platten auflegen zu lassen. Da darf dann ruhig auch getanzt werden.

25. August, 18 Uhr, Becolin-Fabrik am Römerkastell. Der Eingang ist hintenrum. Zugang über den Höll-Parkplatz am Lyonerring. Kartenvorverkauf bei www.adticket.de und unter der Hotline: (0 69) 51 80 81
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