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Saarland: 22,4 Millionen Euro für Bahnhöfe

Die Rahmenvereinbarung ist die Fortsetzung des 2004 vereinbarten »Bahnhofsentwicklungsprogramms«.

Die Rahmenvereinbarung ist die Fortsetzung des 2004 vereinbarten »Bahnhofsentwicklungsprogramms«.

Die Landesregierung und die Deutsche Bahn werden bis zum Jahr 2019 22,4 Millionen Euro in saarländische Bahnhöfe investieren. Wirtschaftsminister Heiko Maas unterschrieb gestern in Dillingen gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der DB Station&Service AG, André Zeug, und Susanne Kosinsky, Leiterin des Regionalbereichs Mitte der DB Station&Service AG, eine entsprechende Rahmenvereinbarung. 11,7 Millionen Euro kommen von der Deutschen Bahn, 10,7 Millionen Euro steuert das Land hinzu.

 Das Ende vergangenen Jahres ausgelaufene Programm umfasste 30 Projekte, von denen 22 abgeschlossen wurden oder in diesem Jahr begonnen werden. Die noch nicht realisierten Projekte wurden in die neue Rahmenvereinbarung überführt.
15 Bahnhöfe sollen bis 2019 modernisiert werden, und zwar in Auersmacher, Bierbach, Blieskastel-Lautzkirchen, Bexbach, Bübingen, Dirmingen, Eppelborn, Güdingen, Hanweiler-Bad Rilchingen, Landsweiler-Reden, Ottweiler, Perl, Schiffweiler, Sulzbach und Türkismühle. Rund 4,3 Millionen Euro fließen in die Modernisierung des Bahnhofs Türkismühle. Dort werden neue Bahnsteige und Aufzüge gebaut. In Ottweiler, Sulzbach, Bexbach und Güdingen werden unter anderem stufenfreie Zugänge zu den Bahnsteigen gebaut. „Dann wären fast alle der saarländischen Bahnhöfe mit mehr als 1000 Reisenden pro Tag barrierefrei“, sagte André Zeug. 77 Bahnhöfe gibt es im Saarland, derzeit sind 37 von ihnen barrierefrei. Außerdem sollen an allen Bahnstationen im Saarland elektronische Anlagen für Fahrgastinformationen angebracht werden.

Für Minister Maas ist auch das Erscheinungsbild der Bahnhöfe wichtig: „Der Tourismus spielt im Saarland eine immer wichtigere Rolle, da möchte man einen möglichst guten Eindruck hinterlassen“, sagte er. Auf die Nachfrage der SZ, wie es mit Bahnhöfen wie dem Saarbrücker Ostbahnhof aussähe, der sich in einem erbarmungswürdigen Zustand befindet, sagte Maas: „Dass es an einzelnen Bahnhöfen immer wieder Sanierungsmaßnahmen geben muss, ist klar. Jetzt nehmen wir uns erst mal die größeren Maßnahmen vor. Auch nach der Rahmenveeinbarung wird es weitere Bahnprojekte geben.“ Derzeit weißeln Montessori-Gesamtschüler im Rahmen der 72-Stunden-Aktion die Unterführung im Saarbrücker Ostbahnhof, DB-Mitarbeiter reparieren die Elektrik.
 
 
Meinung
Im Schneckentempo
Von SZ-Redakteur Dietmar Klostermann

 
Erst haben die Bahn und ihre politischen Auftraggeber ihre Immobilien verkommen lassen, jahrzehntelang nichts investiert. Jetzt kommt eine Sanierungswelle langsam, aber stetig voran, um die Bahnhöfe im Saarland attraktiver zu machen. Schweizer Standard ist das nicht, aber man bemüht sich. Die Proteste der Öffentlichkeit waren da wohl Triebfeder. Dennoch bleibt noch viel liegen, wie die maroden Bahnhöfe Saarbrücken-Ost oder oder Luisenthal den gefrusteten Reisenden täglich aufs Neue beweisen. Zum Glück kümmert sich die Jugend darum, die schlimmsten Schandflecke zu übertünchen. Auch beim rollenden Mobiliar ist viel zu tun, die Züge sind oft überfüllt und Toiletten verstopft.
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