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Saarland-Brigade soll deutlich schrumpfen: Sorge um Saar-Standorte

Saarbrücken. Vor der Entscheidung über die künftige Bundeswehr-Struktur im Oktober verdichten sich die Anzeichen für einen drastischen Stellenabbau bei der Saarlandbrigade. Der stellvertretende Kommandeur der Division Spezielle Operationen (DSO), Brigadegeneral Volker Bescht, deutete im SR an, dass die Brigade zwar erhalten bleiben soll, allerdings mit deutlich weniger Soldaten. Bescht zufolge ist geplant, die Zahl der Kompanien von 21 auf acht zu senken. Nach Angaben aus Bundeswehr-Kreisen gegenüber der SZ würde dies bedeuten, dass von den jetzt 3500 Fallschirmjägern der Saarlandbrigade höchstens 2000 übrig blieben. Bescht war bis zum vergangenen Jahr Kommandeur der Saarlandbrigade. Als stellvertretender Befehlshaber der DSO ist er Vorgesetzter der Fallschirmjäger aus dem Saarland.



Ein Sprecher der Saarlandbrigade wollte die Aussagen des Generals „weder bestätigen noch dementieren“. Das Verteidigungsministerium teilte mit, über die künftige Struktur der Bundeswehr sei noch „nicht endgültig“ entschieden. Was die Pläne für die vier Standorte der Saarlandbrigade – Saarlouis, Lebach, Merzig und Zweibrücken – bedeuten würde, blieb gestern unklar. Über ihre Zukunft soll nach übereinstimmenden Angaben erst Ende Oktober entschieden werden. Die saarländische FDP rief Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU), alle Bundeswehr-Standorte im Saarland zu erhalten.  Die Saarlandbrigade sei „ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserer strukturschwachen Region“ und „stark verwurzelt“. Bereits im Januar hatte sich der saarländische Landtag fraktionsübergreifend dafür stark gemacht, alle vier Standorte zu erhalten.

Die Saarlandbrigade ist einer der einsatzerfahrensten Verbände der Bundeswehr. Im ersten Halbjahr waren 640 Fallschirmjäger in Nordafghanistan stationiert. Sechs von ihnen wurden bei Anschlägen von Aufständischen schwer verwundet. kir
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