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Saarland: Futtermittel nicht belastet

Saarbrücken. Im Jahr 2010 sind im Saarland sechs Proben von Futtermitteln auf die Belastung mit Dioxin untersucht worden. Dabei wurden die Grenzwerte nicht überschritten. Das hat die Pressesprecherin des Wirtschaftsministeriums, Birthe Thiel, unserer Zeitung gestern auf Anfrage mitgeteilt.

Nach Darstellung des Wirtschaftsministeriums, das auch für die Landwirtschaft zuständig ist, existieren im Saarland drei Futtermittelbetriebe, die Mischfutter herstellen; nur einer von ihnen setze Futterfette im Produktionsablauf ein, heißt es. Auch gebe es 48 Handelsbetriebe.

Für rund 100 Futtermittelproben, die im Saarland jährlich gezogen werden, sind nach Auskunft des Ministeriums zwei ausgebildete Futtermittelkontrolleure im Einsatz. Wie die Proben gezogen werden müssen, sei in der „Verordnung über Probenahmeverfahren und Analysemethoden für die amtliche Futtermittelüberwachung“ festgelegt. Nach derzeitigem Kenntnisstand, seien bislang weder dioxinbelastete Futterfette noch dioxinbelastete Mischfuttermittel für Geflügel und Schweine ins Saarland geliefert worden.

Die Zusammenarbeit der Behörden habe bei der „Aufklärung der Vorfälle bezogen auf das Saarland vorzüglich funktioniert“, so das Ministerium. Die im Saarland ansässigen Futtermittelunternehmen sowie sämtliche Halter von Legehennen seien durch das Ministerium sowie das Landesamt für Agrarwirtschaft und Landentwicklung als auch durch die entsprechenden Berufsverbände über die Lage in Kenntnis gesetzt worden, heißt es weiter. Futtermittelunternehmer und Tierhalter seien verpflichtet, in ihren Betrieben nur gesundheitlich unbedenkliche Ware zu verarbeiten und zu verfüttern. Dazu seien umfangreiche Aufzeichnungen anzufertigen, die in diesem Zusammenhang ebenfalls kontrolliert würden.

In diesem Jahr seien bei den im Saarland ansässigen Betrieben zusätzliche Kontrollen angesetzt worden. Dabei habe man bei den vier größten saarländischen Legehennenbetrieben und bei zwei Schweinemastbetrieben Buchprüfungen durchgeführt. Zusätzlich seien wegen der aktuellen Problematik insgesamt sechs Futtermittelproben gezogen worden, deren Ergebnisse noch ausstünden und in Kürze erwartet würden. Die Buchprüfungen hätten, wie es weiter heißt, „keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben, dass seit Herbst 2010 Futtermittel von den verdächtigen Herstellern bezogen wurden“. Ferner habe man herausgefunden, dass von den saarländischen Schweinemastbetrieben kein Fertigfutter, sondern nur eigene Mischungen eingesetzt worden seien.

Laut Ministerium gab es leichtere Verstöße gegen die Bestimmungen, die man mit Bußgeld oder Verwarnungen ahndete. gf

 
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