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Saarland-Polizei setzt auf Schäferhunde

Bexbach. Es gibt nur wenige Vierbeiner, denen eine eigene TV-Serie auf den Leib geschrieben wurde. Collie-Dame Lassie hat es sogar zu internationalem Ruhm gebracht. Hierzulande feierte der Deutsche Schäferhund als Kommissar Rex einst Quotenerfolge. Die Serie ist zwar längst abgesetzt, aber als wachsamer Begleiter des Schutzmannes, Spürnase an der Seite von Zollbeamten oder als autoritäre Erscheinung bei Großveranstaltungen ist der Deutsche Schäferhund nach wie vor jedem präsent. Jetzt mehren sich die Meldungen, dass die Konkurrenz aus dem Ausland ihn peu à peu im Staatsdienst ablösen könnte. Der Malinois, auch Belgischer Schäferhund genannt, läuft ihm in anderen Bundesländern den Rang ab, heißt es. Die Hundestaffel der rheinland-pfälzischen Polizei beispielsweise besteht mittlerweile aus 80 Malinois, aber nur noch 40 Deutschen Schäferhunden. Im Saarland allerdings kann „Kommissar Rex“ im Polizeidienst seinem belgischen Kollegen noch immer die Stirn bieten. Von Auslaufmodell ist keine Rede.

„Im Saarland ist das Verhältnis ausgeglichen“, sagt Gerhard Rullang, seit 1985 Leiter der saarländischen Diensthundestaffel in Bexbach. 15 Deutsche und 15 Belgische Schäferhunde leisten dort ihren Dienst. Rullang kann die Diskussion ohnehin nicht ganz nachvollziehen, denn schon immer habe sich der Deutsche Schäferhund einer Konkurrenz unter den Spürnasen im Polizeidienst stellen müssen. Früher, erklärt Rullang, seien viele Gebrauchshunderassen bei der Polizei vertreten gewesen. Vom Dobermann über Rottweiler bis zum Boxer, aber auch Mischlinge. . Überwiegend habe man allerdings auf den Deutschen Schäferhund gesetzt.

Der Malinois sei erst vor ein paar Jahren in Mode gekommen. „Die Rasse ist für uns nicht so wichtig wie Leistungsvermögen, Wesenveranlagung, Eignung und Gesundheit des Hundes. Natürlich spielt auch der Preis eine Rolle“, betont Rullang.

Diese schwankten zwischen 1000 und 2000 Euro für beide Rassen.“ Auf Abstammungsnachweise von Züchtern legt Rullang nicht das Hauptaugenmerk bei der Auswahl eines Hundes. „50 Prozent unserer Hunde haben kein Echtheitszertifikat. Man könnte quasi sagen, es sind Mischlinge. Aber das ist unwichtig.“ Jeder Hund werde vorm Kauf überprüft, je nachdem, wofür er später eingesetzt werden soll. Als Schutz- oder als Spezialspürhund. Alle Hunde seiner Dienststaffel seien in Familien untergebracht, fügt Rullang hinzu.

Auch Helmut König, Vorsitzender der saarländischen Landesgruppe des Vereins für Deutsche Schäferhunde, spricht vom Schäferhund als Familienhund, der nicht nur an der Saar sondern weltweit großes Ansehen genieße. „Wir sind zwar eine der kleinsten Landesgruppen, aber mit 3500 Mitgliedern sehr gut aufgestellt. Rund 1500 Hunde sind bei uns gemeldet.“ Eine Zahl, die seit Jahren konstant sei. Zwar sei der Malinois ein guter Hund, gibt er zu, aber sein deutsches Pendant sei der bessere Allrounder und werde wieder zunehmend von jungen Familien entdeckt. Ob als Joggingpartner, Wach-, Hüte-, Rettungs- oder Spürhund der Deutsche Schäferhund sei eben überall einsetzbar.

svlg-saarland.de

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