A620 Saarbrücken Richtung Saarlouis AS Saarlouis-Mitte Baustelle, Ausfahrt gesperrt bis 22.12.2017 16:00 Uhr (13.11.2017, 11:43)

A620

Priorität: Dringend

8°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
8°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Saarland-Therme: Bald Orient-Feeling in Hanweiler

Rilchingen-Hanweiler. Orientalische Teppiche bedecken den Fußboden, hinter einer gepolsterten und mit Schnitzereien verzierten Holzbank stehen Palmen in riesigen Blumenkübeln. Glaslaternen und rote marokkanische Lampen verbreiten ein sanftes Licht.

Ringsherum dominiert jedoch der nackte Beton. Noch. „Wir haben diesen Bereich als kleine Präsentationsfläche eingerichtet. So soll dieser Ruheraum einmal anmuten, wenn alles fertig ist“, erklärt Andreas Schauer. Er ist Geschäftsführer der Saarland-Therme in Rilchingen, die am 2. September eröffnen soll. Für den Baden-Württemberger und seine Zürcher Firma wird es die neunte Bad-Eröffnung, drei Thermen betreibt das Unternehmen derzeit. Im Mai 2009 wurde der Vertrag mit der Projektgesellschaft für die Therme in Rilchingen unterzeichnet, danach der Bauantrag genehmigt. Offizieller Baubeginn war dann im November 2010.

Die Eingangstür der Saarland- Therme ist noch mit Plastikfolien verhüllt. Der betongraue Empfangsbereich wirkt bis auf orientalische Torbögen noch wenig einladend. Durch dunkle Gänge vorbei geht es durch die zukünftigen Umkleiden und Duschräume. Später sollen bunte Fliesen und Ornament- Kacheln die Wände und Böden bedecken, orientalische Lampen die Räume erhellen und auf das marokkanischmaurische Flair der Therme einstimmen.

Einmal um die Ecke gebogen, steht der Besucher im ersten Sauna-Bereich – der Textilsauna. „Dieser Bereich richtet sich besonders nach den Bedürfnissen von Älteren oder Gästen aus Frankreich“, sagt Andreas Schauer. Einen größeren Saunabereich gibt es im Stockwerk darüber, inklusive abgetrenntem Frauenbereich, alles textilfrei. Noch ist es aber eine Baustelle, nur die Becken und steinernen Sitzflächen sind bereits betoniert.

Der Weg aus dem Saunabereich führt direkt zum großen Thermalbecken, nach oben ist hier der Blick offen. Das gläserne Dach lässt sich bei schönem Wetter öffnen, erklärt Geschäftsführer Schauer. Schön warm ist es bereits jetzt in der Therme. Alle Fenster sind schon eingebaut, die Wände verputzt. Die Arbeiter kümmern sich nun um den Innenausbau der beheizten Räume. Der dauert noch bis Mai, dann wird eingerichtet.

Der Betreiber rechnet mit 225 000 Gäste im Jahr. „Das Bad trägt sich aber schon, wenn nur 165 000 Gäste kommen“, sagt Andreas Schauer. Für die Besucher stehen 330 Parkplätze zur Verfügung, neben der Therme entsteht bereits das Vitalcenter, ein Hotel ist in Planung. Das Panoramafenster hinter dem Thermalbecken ist zum Sonnenuntergang über der Saar ausgerichtet und gibt den Blick frei auf das Außenbecken, das ebenfalls schon zementiert ist. Dahinter ist die Erde jedoch noch umgegraben, Baucontainer zieren die Wiese nebenan – doch auch dieses Gelände ist bereits verplant. An Visionen fehlt es dem Geschäftsführer der Saarland- Therme nicht. Dabei hat er nicht nur die fertige Therme vor Augen oder das herumliegende Gelände mit Gesundheitspark und Hotel.

Gesundheitstourismus fördern „Ich möchte hier einen Standort entwickeln, den Gesundheitstourismus fördern“, sagt er. Dazu gehört auch das grenzüberschreitende Konzept der Saarland-Therme. Unter den künftig 50 Mitarbeitern, davon 34 Vollzeitstellen, sollen auch Franzosen sein. Als Gesellschafter sind an der Saarland- Therme-Betreibergesellschaft daher auch der Regionalverband von Saargemünd (Communauté d’Agglomération), die Landesentwicklungsgesellschaft und der Regionalverband Saarbrücken beteiligt.

„Was in Deutschland nicht mal zwei Gemeinden hinbekommen, das kriegt man hier sogar grenzüberschreitend hin“, schwärmt Schauer, während er weiter durch sein neues Reich führt: vorbei an arabischen Bädern, in den ersten Stock zum geplanten Gastronomiebereich und den Ruheräumen bis hoch hinaus aufs Dach, das später einmal als Liegewiese dienen und eine weitere Sauna beherbergen soll. Auch hier gebe es noch Erweiterungsmöglichkeiten. Klein anfangen, nach und nach dazubauen, je nachdem, wie sich die Auslastung der Therme entwickelt, so lautet Schauers Konzept für das 12,5 Millionen Euro teure Projekt Saarland-Therme und das gesamte Gelände. Noch steht das Badehaus aber allein auf weiter Flur.

AUF EINEN BLICK

Das Thermalbad hat eine Grundfläche von 5000 Quadratmetern. Es besteht aus drei Kilometern Wasserleitungen, neun Wasserkreisläufen, 120 Wasserattraktionen inklusive 80 Massagedüsen sowie 2750 Quadratmeter Fliesen. uo

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein