L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Saarland bildet Schlusslicht

Saarbrücken. Das Saarland hat gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen nur sehr unterdurchschnittlich vom Aufschwung der vergangenen Jahre profitieren können. Das ist das Ergebnis des „Bundesländerranking 2009“, das die Wirtschaftswoche gemeinsam mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) gestern vorgestellt hat.
Demnach belegt das Saarland in Sachen Dynamik unter allen 16 Bundesländern den letzten Platz noch hinter Nordrhein-Westfalen. Beim Bestandsranking, das das Wirtschafts- und Wohlstandsniveau eines Landes widerspiegelt, landet das Saarland immerhin auf Platz neun, Nordrhein-Westfalen landet dagegen auf Platz acht. „Beide Länder kämpfen noch immer mit dem Umbau der Montanindustrie“, sagt Studienleiter Michael Bahrke.
Als dynamischste Länder macht die Studie Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aus. Die von Wirtschaft und Wohlstand her führenden Länder sind Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg.
SPD-Landeschef Heiko Maas dagegen bezeichnet die Ergebnisse des Rankings als „vernichtendes Urteil der Regierungszeit von Peter Müller“. Gerade in der Krise habe dessen Regierung durch Zaudern und Zögern viele Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt und damit die wirtschaftliche Dynamik abgewürgt, so der SPD-Chef.
Bei der Dynamik zeigt sich, dass derzeit die ostdeutschen Länder (inklusive Berlin) die Nase vorn haben. Das erste West-Bundesland kommt mit Bayern erst auf Platz sieben. „Zu den Treibern dieser positiven Entwicklung gehören vor allem auch Unternehmen, die auf dem Feld alternativer Energien tätig sind und sich beispielsweise im Solar Valley bei Bitterfeld und auch im Raum Magdeburg angesiedelt haben“, sagt Bahrke.
Im Gegensatz zum Länderranking sieht die saarländische Industrie- und Handelskammer angesichts der gerade veröffentlichten Daten des Statistischen Amts, dass das Saarland bereits wieder an Dynamik gewinnt. „Die amtliche Statistik bestätigt, dass sich die Saar-Konjunktur im zweiten und dritten Quartal stabilisiert und zuletzt an Dynamik gewonnen hat“, sagt Handelskammer-Chef Volker Giersch. „Immerhin lagen die Industrieumsätze im September bereits um rund 28 Prozent über ihrem Tiefpunkt im Februar.“
Die Handelskammer rechnet damit, dass sich der Rückgang beim Bruttoinlandsprodukt, der im ersten Halbjahr noch bei minus 10,1 Prozent lag, im Gesamtjahr auf ein Minus von sechs Prozent reduzieren wird. Das bedeute dann auch, dass sich der Abstand zur Entwicklung des Bundes dann wieder von 3,3 auf 1,5 Prozentpunkte reduzieren werde, sagte Giersch.
Trotzdem zeigen die aktuellen Zahlen wie auch das Länderranking, dass der Standort noch Nachholbedarf hat. Giersch fordert deshalb von der Regierung „Vorfahrt für Investitionen, Wirtschaftsförderung und Bildung.“ red
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