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Saarland braucht dringend Hausärzte

Saarbrücken. Im Saarland droht in den kommenden Jahren ein Ärztemangel. Das bestätigte jetzt eine Prognose, die die Kassenärztliche Vereinigung des Saarlandes (KV) vorgestellt hat. Die KV legte mit der Studie offen, dass beispielsweise die Zahl der zusätzlich benötigten Hausärzte im Jahr 2025 bei 130 liegen würde, wenn von vier zu besetzenden Stellen nur immer eine offen bliebe. Derzeit zählt die KV 657 Hausärzte. Sie errechnet bis 2025 einen erhöhten Bedarf an Hausärzten in Höhe von zwei Prozent. „Die Ärztezahl in der Höhe zu halten, wird eine Herausforderung sein“, sagte der stellvertretende KV-Vorsitzende, Joachim Meiser, der sich für „neue Versorgungsnetze“ stark machen will. Meiser skizzierte, dass derzeit pro Jahr lediglich zehn bis zwölf Arztzulassungen in der Allgemeinmedizin vergeben würden. Nach den Berechnungen der KV müssten es allerdings durchschnittlich 27 Zulassungen pro Jahr sein, um den Bedarf bis 2025 vollständig zu decken.



Beruf des Hausarztes für junge Mediziner attraktiver machen

Meiser setzt auf ein Bündel von Maßnahmen, um den Beruf des Hausarztes für junge Mediziner attraktiver zu machen. Er ruft beispielsweise die Gemeinden zu verstärktem Engagement auf, um „ihre Hausarztpraxis“ zu erhalten. Meiser weiterhin setzt Hoffnungen in den geplanten Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Universitätsklinik des Saarlandes und er will das Zusammenspiel mit Physiotherapeuten und Pflegediensten nutzen. Eine weitere Möglichkeit für eine Synergie sieht er in Verbundlösungen von Ärzten.

Die Hausärzte sind jedoch nicht die einzige Fachrichtung innerhalb der Ärzteschaft, die in der immer älter werdenden Gesellschaft besonders gefragt sein wird. Augenärzte, Rheumatologen und Urologen würden ebenfalls mehr gebraucht, so Meiser. Diesem Zuwachs steht ein geringer Rückgang des allgemeinen Versorgungsbedarfs entgegen. Die Statistiker haben beispielsweise errechnet, dass weniger Kinderärzte, Frauenärzte und Psychotherapeuten benötigt werden. pg

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