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Saarland ist Schlusslicht bei Weiterbildung

In keinem anderen Bundesland bilden sich weniger Menschen fort als im Saarland. Das geht aus dem neuen Weiterbildungsatlas der Bertelsmann-Stiftung hervor. Demnach absolviert nur jeder neunte Saarländer (11,3 Prozent der Gesamtbevölkerung) mindestens einmal pro Jahr eine Weiterbildung . Im Bundesschnitt bildet sich fast jeder Siebte wenigstens einmal jährlich fort (13,5 Prozent), den Spitzenwert erreicht Hessen mit 16 Prozent. Die Weiterbildungs-Quote im Land hat sich – ebenso wie im Bund – zwischen 2007 und 2012 kaum verändert. Zudem sind sowohl die betrieblichen als auch die öffentlichen und privatwirtschaftlichen Fortbildungsangebote pro Einwohner geringer als im Bundesschnitt, wie die Stiftung mitteilte.

Nach Einschätzung der Experten schöpft das Saarland sein Weiterbildungspotenzial nicht voll aus. Allerdings würde auch eine hundertprozentige Nutzung die Lage kaum verbessern, sagte der Weiterbildungsfachmann der Stiftung, Frank Frick. Dies sei ein Hinweis darauf, dass Innovationskraft und Bildungsniveau der Bevölkerung unter dem der anderen Länder lägen .

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Saar wies diese Einschätzung zurück. Hauptgeschäftsführer Volker Giersch nannte die regionalen Standorte von Bosch, ZF oder Ford als Beispiele für die Innovationskraft der Wirtschaft im Land. Die Aussagekraft der Studie zog er in Zweifel: Sie unterscheide nicht zwischen allgemeiner und beruflicher Weiterbildung , sagte Giersch. So träfen etwa die Lehrgänge der IHK auf „gute Resonanz“. Dagegen sagte Harry Laufer vom Bildungsträger Tüv Nord, das Problem bei beruflicher Fortbildung sei, „dass sie Geld kostet“. Auch wenn die Fachabteilungen Bildungsbedarf sähen, winke das Management häufig ab.
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