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Saarland rüstet sich für noch mehr Flüchtlinge

Angesichts neuer Spekulationen über bis zu 1,5 Millionen Asylbewerber in diesem Jahr verschärfen Politiker von Union und SPD ihre Warnungen vor einer Überforderung Deutschlands. Im letzten Quartal sei mit der Ankunft von bis zu 920 000 Flüchtlingen zu rechnen, berichtete die „Bild“-Zeitung gestern unter Berufung auf eine interne Prognose nicht näher benannter Behörden. Demnach sei zum Winter kein spürbarer Rückgang der Flüchtlingszahlen zu erwarten. Auch der Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns, Lorenz Caffier ( CDU ), hatte bereits am Wochenende erklärt, er erwarte in diesem Jahr 1,2 bis 1,5 Millionen Flüchtlinge in Deutschland. Das Haus von Bundesinnenminister Thomas de Maizère ( CDU ) nannte die Zahlen gestern allerdings zweifelhaft.

Das saarländischen Innenministerium teilte gestern auf Anfrage der SZ mit, es gehe weiter von den offiziellen Prognosen des Bundes aus, also 800 000. „Dennoch werden wir weiterhin mit Hochdruck arbeiten, so dass wir auch auf mehr Asylsuchende vorbereitet sind“, erklärte eine Sprecherin von Minister Klaus Bouillon ( CDU ) gestern gegenüber der SZ.

Das Saarland hat im September relativ die meisten der bundesweit eintreffenden Flüchtlinge aufgenommen – nämlich fast 5000 und damit fast 50 Prozent mehr als seiner Bevölkerungszahl entsprechen. Auch Bayern liegt mit rund 39 Prozent deutlich über dem Soll. Dagegen bleibt Sachsen fast 34 Prozent unter dem seiner Bevölkerungszahl entsprechenden Wert, in Westdeutschland ist Baden-Württemberg mit minus 20,3 Prozent Schlusslicht.

In der Union und SPD wächst angesichts der neuen Prognosen für den Flüchtlingszuzug die Sorge, dass Deutschland die Aufnahme nicht mehr bewältigen kann. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer ( SPD ) forderte von Kanzlerin Angela Merkel ( CDU ) einen gebremsten Zuzug von Flüchtlingen. „Es heißt immer, die Kanzlerin ist die mächtigste Frau der Welt, und deshalb habe ich auch die Erwartung, dass die Kanzlerin dies europäisch und international klärt.“ > e
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