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Saarland soll mit coolem Image Junge locken

Mehr als nur Saarschleife: Das Saarland will mit einem cooleren Auftritt jüngere Menschen locken.

Mehr als nur Saarschleife: Das Saarland will mit einem cooleren Auftritt jüngere Menschen locken.

Mettlach. Das Saarland braucht eine neue Image-Kampagne, die ausschließlich die Vorzüge als renommierter Standort für Informationstechnologie (IT) darstellt. Davon ist der Vorstandsvorsitzende von Villeroy & Boch, Frank Göring, überzeugt. Das Saarland könne in diesem Bereich mittlerweile weltweit mithalten, mit hervorragenden personellen Kapazitäten und Ideen. Diese Initiativen müssten gezielt allen Entscheidern in dieser Szene im In- und Ausland zugänglich gemacht werden, betonte Göring im Gespräch mit unserer Zeitung. Er schlägt vor, alle IT-Kompetenzen im Saarland zu bündeln und daraus eine Marke zu machen, die eindeutig für die Region spricht. Gepaart mit Werbung um Neuansiedlungen sowie junge Menschen, die im Zeitalter von Facebook und Google vor allem IT-Unternehmen als Arbeitgeber zu schätzen wissen.

Schon jetzt seien hervorragende Persönlichkeiten auf diesem Gebiet, entsprechende Unternehmen, die Uni sowie vielen Forschungseinrichtungen an der Saar vorhanden. Mit großem Ehrgeiz und guten Argumenten könne das Saarland auch große Player erreichen. „Ich fände es gut und halte es auch für möglich, etwa eine Europazentrale von Google oder Facebook an die Saar zu bekommen“, glaubt Göring. Die Ansiedlung von ein oder zwei Unternehmen dieses Renommés ermögliche, „dass das Saarland in dieser Branche auf der Weltkarte eine Rolle spielt“. Dies habe Sogwirkung, locke weitere Unternehmen, Spezialisten und junge Leute an, die in diesem Umfeld arbeiten wollen.  Durch weitere Ansiedlungserfolge werde die Wirtschaftskraft gestärkt. Zudem habe das Saarland die Chance, sich gerade bei jungen Menschen als Nutzer von ITAnwendungen und Social-Media- Plattformen ein „cooles Image“ zu verschaffen. Ein gutes Beispiel, was ein großer Player Positives für eine Region bewirken kann, sei im Medienbereich die Ansiedlung von RTL in Köln. Viele Produktionsbetriebe seien gefolgt.



Die Strategie, weitere IT-Unternehmen und Arbeitnehmer an die Saar zu locken, „würde von der Beachtung her auch unserem Unternehmen helfen“, so Göring. Zumal auch das Traditionsunternehmen neue Wege in der Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden und Freunden der Marke V&B weltweit einschlägt. Über Netzwerke wie Facebook, YouTube und Twitter werde gezielt Kontakt gesucht. Die V&B-Fanseite auf Facebook wird wegen stark gestiegener Beachtung nicht mehr aus den USA betreut, sondern in der Zentrale in Mettlach. Auf verschiedenen Plattformen wolle man in kürzester Zeit auf Anfragen, Anregungen und Wünsche reagieren. Chef chattet mit Mitarbeitern Auch innerhalb von V&B bekommt jeder die Chance, sich direkt mit dem Vorstandsvorsitzenden auszutauschen. „Ich chatte regelmäßig mit den Mitarbeitern in Foren. Mal in Deutsch, mal in Englisch. Man kann mich alles fragen, auch anonym. Ich schreibe die Antworten selbst, in Kleinschreibung, damit es schneller geht. Mir macht diese Form der Kommunikation Spaß“, sagt Göring. Regelmäßige Treffen mit dem Vorstandschef gibt es auch, an denen je 20 Beschäftigte teilnehmen können. „Alles, was besprochen wird, bleibt im Unternehmen, wird auf Wunsch vertraulich behandelt. Ich halte diese Form der Kommunikation für extrem wichtig“, so Göring. Man bekomme Anregungen und könne ein Gespür entwickeln,
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