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Saarland soll zum Testmarkt der Firma Lands’ End werden

Lands’ End baut im 50. Jahr seines Bestehens das Engagement in Deutschland aus und stärkt hierzu seinen Standort in Mettlach. Neue Produkte, die speziell für Kunden im deutschsprachigen Raum entwickelt werden, sollen verstärkt an der Saar getestet werden. Dies betont Lands’ End-Geschätfsführer Bernd Niemeyer (39) gegenüber unserer Zeitung. Erstes Beispiel ist die seit April neue Produktlinie „Business Outfitters“. Dabei sollen Unternehmen mit einheitlicher Teamkleidung ausgestattet werden. Derzeit würden Gespräche mit Saar-Unternehmen über einen entsprechenden Bedarf geführt.

Lands’ End koordiniert sein gesamtes Deutschland-Geschäft von Mettlach aus. In der Unternehmens-Zentrale sind 450 Mitarbeiter beschäftigt, davon rund 380 im Kundendienst. Für 2014 kündigt Niemeyer Neueinstellungen an. Die Zahl steht noch nicht fest. Geplant wird mit jährlichem Wachstum. Zumal seit 2009 von Mettlach aus auch das Frankreich-Geschäft mit wachsenden Marktanteilen koordiniert wird. Unter den Beschäftigten, die überwiegend aus dem Saarland sowie dem Großraum um Trier kommen, sind verstärkt auch Franzosen. „In Deuschland und in Frankreich sehen wir noch extremes Wachstums-Potenzial“, so Niemeyer. Zudem hat Lands’ End seit 2010 spezielle Mode-Produkte für Kinder im Programm. 90 Prozent aller Lands’ End-Produkte sind weltweit erhältlich, zehn Prozent sind Spezial-Kreationen für Regionen.

Im Rahmen der Wachstums-Strategie will das Unternehmen zusätzlich neue Vertriebswege beschreiten. So ist in Deutschland an die Einrichtung eigener Ladengeschäfte sowie eine verstärkte Präsenz in Kaufhäusern gedacht. Auch im Online-Zeitalter wolle Lands’ End künftig auf eine konsequente Vermittlung seiner Produkt-Informationen sowohl in Katalogen, als auch in Print-Anzeigen sowie Internet-Präsentationen setzen. Die Katologe sollen künftig noch farbiger und individueller werden. Die modernen Möglichkeiten des Drucks böten die Chance, Produkt-Informationen viel stärker als bisher zu personalisieren und speziell auf einzelne Zielgruppen zuzuschneiden. Der Katalog solle künftig vorrangig die Aufgabe haben, Emotionen zu wecken, während sich der Bestellvorgang selbst immer weiter ins Internet verlagere, so Niemeyer.

Der Saarland sei ideal für Lands’ End, sagt der Geschäftführer, der selbst seit neun Jahren im Unternehmen ist. Hier finde man geeignetes Personal, für die Kundenbetreuung. Zudem eröffne Weiter-Qualifizierung die Chance, sich auch für andere Unternehmens-Bereiche wie etwa die Buchhaltung fortzubilden. Jungen Menschen aus der Region biete man die Chance, mit Diplom-Arbeiten oder als Werksstudent erste berufliche Erfahrungen zu sammeln. Deutlich schwieriger sei es dagegen, Führungskräfte an die Saar zu holen. Zumal der Lebenspartner bei dieser Entscheidung ein gewichtiges Wort mitzureden habe. Und man heute auch diesem eine berufliche Perspektive eröffnen müsse.

Von einer überegionalen Image-Kampagne des Saarlandes hält Niemeyer wenig. „Das Saarland mit seinen Vorzügen ist bundesweit nicht bekannt“, sagt er. Daran ändere eine Kampagne kaum etwas. Besser sei es, Führungskräfte einzuladen. Lands’ End zeige ihnen an einem Wochenende die Region, verweise auf Lebensqualität, Bildungseinrichtungen sowie schnelle Erreichbarkeit von Luxemburg, Paris und Frankfurt. Das Saarland sei besser beraten, den Standort mit weiteren „Clustern“ zu stärken, in denen Unternehmen einer Branche und deren Mitarbeiter zusammenarbeiten. So sei es für mehrere Unternehmen einer Branche auch leichter, Fachkräfte zu finden.
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