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"Saarland steht in der Krise nicht schlechter da als andere Länder"

Herr Georgi, der Bergbau im Saarland soll 2012 enden. Wie viele Bergleute müssen jetzt noch in andere Unternehmen vermittelt werden?

Georgi: Bis 2012 war vorgesehen, 400 Bergleute auf andere Arbeitsplätze zu vermitteln. Von den 400 haben wir schon 300 vermitteln können. Rund 100 stehen noch an. Bis zu ihrer Stilllegung Mitte Juni will die Transferstelle ihre Aufgabe erledigt haben.

Inzwischen ist die gesamtwirtschaftliche Entwicklung deutlich schwieriger als am Anfang dieses Prozesses. Was gibt Ihnen den Optimismus, dass das Ziel trotzdem erreicht wird?

Georgi: Von den im letzten Jahr akquirierten 1025 Arbeitsplätzen stehen jetzt noch rund 360 zur Verfügung. Darüber hinaus haben wir durch Gespräche mit Unternehmen und Organisationen weitere Arbeitsplätze akquirieren können, so dass ungefähr 420 Angebote für die 100 vorhanden sind.

Unternehmen im Saarland haben einen großen Bedarf an Krediten. Das ist in der heutigen Zeit nicht ganz einfach. Wie stark nehmen sie eine Kreditklemme bei Unternehmen im Land wahr?

Georgi: Gefühlt ist die Kreditklemme sicherlich da, faktisch aber nicht: Kredite werden weiter gewährt, doch die Konditionen sind nicht mehr so gut wie in früheren Zeiten. Der Risikoaufschlag macht sich bemerkbar bei den Zinskonditionen.  Und die Dauer der Bearbeitung ist länger geworden.

Wie stark ist aus Ihrer Sicht das Saarland im Vergleich zu anderen Bundesländern von der Wirtschaftskrise betroffen?

Georgi: Den Fakten zufolge kann man nicht sagen, dass das Saarland schlechter abschneidet als der Bundesdurchschnitt. Das zeigen auch Indikatoren wie die Arbeitsmarktentwicklung. Das Saarland ist nach wie vor bei der Arbeitslosigkeit auf Platz fünf. Wenn man sich die Wachstumszahlen des Saarlands der letzten fünf Jahre anschaut, war das Saarland insgesamt nach Bayern auf Platz zwei. In diesem Jahr gehen wir davon aus, dass der Wachstumsrückgang ähnlich sein wird wie der Bundesdurchschnitt.

Der Mittelstand im Saarland organisiert sich in vielen Wirtschaftsverbänden. Halten Sie das für positiv oder müsste man nicht eigentlich an einem Strang ziehen?

Georgi: Der Nachteil der Vielfalt dieser Wirtschaftsorganisationen im Saarland ist, dass jeder zu schwach ist, etwas Starkes auf die Beine zu stellen. Deswegen gibt es inzwischen Gesprächsrunden, in denen es um eine Vernetzung geht. In vielen Dingen soll stärker kooperiert werden.  Das geht von gemeinsamen Veranstaltungen bis hin zur Konzeption, einen gemeinsamen Business-Lunch Saar zu etablieren.Ein Politiker darf nie . . .

Georgi: . . . zu viel tun.

Ein Politiker muss immer . . .

Georgi: . . . ehrlich sein.

Am Saarland schätze ich besonders . . .

Georgi: . . . die Bodenhaftung der Saarländer.

Die Grundlage meiner positiven Lebenseinstellung ist . . .

Georgi: . . . meine Familie.

Meine Frau kritisiert an mir immer. . .

Georgi: . . . dass ich zu wenig Zeit für sie habe.

 

Das SZ-Gespräch wird auch am Montag, 23. März, um 20.30 Uhr auf Saar-TV wiederholt. Ab 23. März ist es als Video unter www.saartv.de und www.saarbruecker-zeitung/szgespraech.de abrufbar.

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