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Saarland zahlt 200.000 Euro für Armutsbericht

Die schwarz-rote Landesregierung will voraussichtlich im Herbst 2015 den ersten Armuts- und Reichtumsbericht für das Saarland vorlegen. Wie Sozialminister Andreas Storm (CDU) auf SZ-Anfrage erklärte, ist mit der Erstellung des Berichts das Internationale Institut für Empirische Sozialökonomie (INIFES) mit Sitz in Stadtbergen (Bayern) und das Institut Neue Frankfurter Sozialforschung beauftragt worden. Ausschlaggebend für die Vergabe sei, so Storm, „die überzeugende Konzeption“ der Bietergemeinschaft.

„Es wird ein Bericht sein, der komplett von beiden Instituten und nicht vom Ministerium erstellt wird“, versicherte der Minister. Darüber hinaus soll dieser in einer eigenständigen Studie alle derzeit im Saarland laufenden kommunalen Projekte zur Armutsbekämpfung erfassen. Knapp 200.000 Euro soll die Erstellung des Berichts und der Studie insgesamt kosten. Hauptaugenmerk des Berichts werde sein, wie sich Armut und Reichtum von 2005 bis 2013 entwickelt haben, so Storm.

Untersucht werden soll unter anderem Einkommensarmut, Armut in Familien und bei Alleinerziehenden, Kinder- und Jugendarmut, Altersarmut, Armut von behinderten Menschen, Bildungsarmut sowie Armut von Menschen aus Zuwandererfamilien. Des Weiteren sollen in dem Bericht künftige Handlungsfelder zur Armutsbekämpfung und -prävention benannt werden. Ergänzend sollen in einem Handbuch alle kommunalen Projekte zur Armutsbekämpfung und -verhütung aufgeführt werden. Storm erhofft sich von dem Armuts- und Reichtumsbericht eine „Darstellung der Situation von Armut im Land“, die auch Vergleiche mit Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ermöglicht. Zudem soll der Bericht beleuchten, wer am stärksten vom Armutsrisiko betroffen ist. „Wir erhoffen uns auch Aufschlüsse über die Ursachen der Armut“, so Storm.

Erstmals werde in dem Bericht aber auch die Situation der Reichen hierzulande näher beleuchtet, betonte Storm. Im Saarland, so Storm, lebe vermutlich „eine eher kleine Zahl von Menschen“ in reichen Verhältnissen. Bei der Erstellung des Armuts- und Reichtumsberichts seien der im August 2013 vorgestellte landesweite Aktionsplan zur Armutsbekämpfung sowie die Bürgerforen mit Vertretern von Verbänden, Kirchen und Vereinen Grundlage. Sobald ein erster Zwischenbericht des Armuts- und Reichtumsberichts fertig ist, soll im Herbst 2014 ein drittes Bürgerforum veranstaltet werden.
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