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Saarlandhalle: Sitzplätze wurden doppelt verkauft

Die Saarlandhalle.

Die Saarlandhalle.



Saarbrücken. Familie Neu aus Merzig ist verärgert: „Als wir kürzlich eine Veranstaltung in der Saarlandhalle besucht haben, waren unsere Stühle besetzt.“ Andere Besucher hätten Karten mit den identischen Plätzen gehabt. Auch bei weiteren Gästen sei dieses Problem aufgetaucht – und das nicht zum ersten Mal. Eine andere Familie, die aus Trier angereist war, habe gar wieder nach Hause fahren wollen, berichtet Peter Neu. Ein Platzeinweiser habe bestätigt, dass es in der Saarlandhalle immer wieder Schwierigkeiten mit doppelt verkauften Sitzplätzen gebe. Ralf Kirch, Prokurist der Congress Centrum Saar (CCS), erklärt: „Das Ticketing ist eine der Fehlerquellen.“

So würden viele Veranstalter gewisse Karten- Kontingente in verschiedene Vorverkaufssysteme wie zum Beispiel „CTS Eventim“ oder „Ticket Regional“ stellen. Diese würden je nach Bedarf zwischen den einzelnen Systemen hin- und hergebucht. Bei Veranstaltungen mit nummerierten Plätzen müssten die Mitarbeiter genau aufpassen, damit Plätze nicht doppelt vergeben werden. Die CCS habe bereits auf die von den SZ-Lesern geschilderten Probleme reagiert. Kirch: „Bei den Veranstaltungen, wo wir für das Ticketing zuständig sind, haben wir eine doppelte Kontrolle eingeführt.“ In den anderen Fällen seien dagegen die externen Veranstalter für die Schwierigkeiten verantwortlich. Hier habe die CCS keine Kontrollmöglichkeiten. Dazu gehört auch die von der Familie Neu geschilderte Gala mit den Magic Artists & Co. der Agentur „S-Promotion“.

Dort bedauert Mitarbeiter Ralf Kreh, dass es hier zu einer Verkettung mehrerer Probleme gekommen sei. Zum einen hätten durch die Änderung des Saalplanes einige Zuschauer aus dem oberen Rang umgesetzt werden müssen. Zum anderen seien rund 40 Gäste gekommen, die wegen Sichtbehinderung neue Plätze bekommen mussten. Dieses Problem habe sich erst am Veranstaltungstag ergeben. Die für die Umsetzung gesperrten Plätze seien in einem Ticketsystem vergessen und daher teilweise verkauft worden, erklärt Kreh. Auch bei der gesperrten Reihe. Beim Silbermond-Konzert habe es dagegen Schwierigkeiten mit doppelt belegten Sitzplätzen gegeben, weil Kunden ihre bei „CTS“ bestellten Tickets nicht per Post erhalten hätten, berichtet Heiko Renno von „Saarevent“. Diesen habe das Unternehmen einen Ersatz ausgestellt.

Beim Konzert hätten Besucher mit Ersatz- und Originalkarten dieselben Plätze beansprucht. „Das Problem ist“, so Renno, „vor Ort kann man nichts beweisen.“ Auch nach dem Gastspiel des Chinesischen Nationalcircus im Dezember gingen Beschwerden bei der SZ ein. Hier habe es gleich zwei Schwachstellen gegeben, bedauert Ralf Kirch von CCS. Bei der Datenübernahme vom Veranstalter sei es zu Problemen gekommen, die zum Doppelverkauf einiger Plätze geführt hätten. Zudem habe ein CCS-Mitarbeiter die Schilder mit den Sitzblock- Bezeichnungen falsch aufgestellt, so der Prokurist. Die CCS entschuldige sich dafür. Besuchern, die Probleme mit Karten haben, rät er: „Sie sollen sich bei uns melden.“
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