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Saarlandhalle feiert Helge Schneider

Saarbrücken. Die absurden Sprünge in der Assoziationskette, die Lässigkeit und das musikalische Talent sind nach wie vor die Mischung, die Helge Schneider ausmacht. Der Nordrhein-Westfale schafft es, mit einfachen Gesten und Geräuschen eine voll besetzte Halle zum Lachen zu bringen – auch die Saarlandhalle am Samstagabend, in der Schneider sein neues Programm „Rettung naht – Helgi auf Supertour“ präsentierte. Ganz neue Songs wolle er spielen, so seine Ankündigung, allerdings mit alten Texten und alten Melodien. In Wahrheit erklangen bekannte Hits wie „Der Telefonmann“ oder „Es gibt Reis, Baby!“, abwechselnd mit Neuschöpfungen wie einem Lied über Saarbrücken („Dahin kommt man nur auf Krücken“) oder einem über den Schönheitschirurgen von Banania, spezialisiert auf Brustverlängerungen (!).

Dankenswerterweise hat der 56-Jährige seine Versuche, ein breites Publikum vom Jazz zu überzeugen, reduziert; ebenfalls seine Band, die nun nur noch aus Sting-Bassist Ira Coleman und Willy Ketzer am Schlagzeug besteht. Schneider setzt wieder mehr auf Wortwitz und die Verwandlungskunst seiner Stimme. Ein Duett mit Udo Lindenberg? Geschenkt. Nach der Aufforderung „Komm, Udo, wir singen zusammen“ schaffte es der Imitator, den sonoren Lindenberg und den quäkenden Schneider innerhalb einzelner Silben unterzubringen. Zudem zeigte er unglaubliche instrumentale Fertigkeiten. Während die linke Hand am Flügel begleitete, bediente die rechte eine Trompete; an Vibrafon und Gitarre übersteigerte er typische Manierismen an diesen Instrumenten ins Lächerliche. Die Zuhörer dankten begeistert dem vom Jazz-Missionar zum Jazz-Clown zurück verwandelten Entertainer. sedi
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