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Saarlandpokal: Wer spielt gegen den FCS?

Völklingen. In der ersten Runde des Fußball-Saarlandpokals trifft der SV Hermann-Röchling-Höhe morgen Abend (19 Uhr) zu Hause auf den VfB Luisenthal. Und dank des neuen Pokalmodus greifen bereits in der zweiten Runde auf Kreisebene alle Teams ins Geschehen ein. Auch die Regionalligisten SV Elversberg und 1. FC Saarbrücken. Jener FCS wird dann der Gegner des Siegers der Partie Hermann-Röchling-Höhe gegen Luisenthal sein. Was sich nach einem Traumlos anhört, sorgt bei den beteiligten A-Ligisten für ein geteiltes Echo.

„Unsere Konzentration gilt zunächst der Liga, der Pokal ist weniger wichtig“, meint Thomas Länger, Trainer des SV Hermann-Röchling-Höhe. Dennoch sagt er: „Selbstverständlich ist das mögliche Spiel gegen den FCS Motivation genug, auch im Pokal alles zu geben. Die Jungs sind kaum zu bremsen. Wir wollen gewinnen.“ Verzichten muss Länger auf den verletzten Rouven Krewer (Daumenbruch). Ansonsten kann der Trainer personell aus dem Vollen schöpfen. Sein Luisenthaler Pendant Hans-Werner Schawaller misst dem Spiel morgen mehr Bedeutung bei: „Zu Beginn der Saison ist uns der Pokal sehr wichtig. Besonders jetzt, wo wir die Chance haben, den FCS zu fordern.“ Dass sein Team auswärts antritt, sieht er nicht als Nachteil: „ Auf dem eigenen Platz muss der Gegner das Spiel machen, das kommt uns entgegen.“ Verzichten muss Schawaller auf Thorsten Peters und Sascha Dissieux.

Eins ist schon vor dem Anpfiff klar. Auf den Sieger wird viel Arbeit zukommen. „Wir haben bereits mit dem Verband gesprochen. Dieses Spiel erfordert aufgrund des FCS-Anhanges besondere Sicherheitsmaßnahmen. Ordner, Polizei, Feuerwehr, ein separater Block für die Fans des FCS“, fasst Norbert Bähr, zweiter Vorsitzender des SV Hermann-Röchling-Höhe, kurz zusammen, was bei einem solchen Spiel beachtet werden muss. Beide Vereine gehen von 1000 bis 1500 Zuschauern aus, sollte es zum Aufeinandertreffen mit dem großen 1. FC Saarbrücken kommen. Dieter Haag, Vorstandsmitglied des VfB Luisenthal, ist zuversichtlich, dass „ein solches Highlight gut für den Verein ist, besonders finanziell.“ Auch wenn er den eigenen Kunstrasen als Austragungsort kaum in Erwägung ziehen kann. „Wahrscheinlich sind wir auf die Hilfe der Stadt Völklingen angewiesen, um das Spiel im Hermann-Neuberger Stadion austragen zu können“, bleibt Haag realistisch.

Nahezu pessimistisch sieht man die Situation auf der Hermann-Röchling-Höhe. „ Wir werden es schwer haben, das Spiel hier bei uns auf dem Platz auszutragen. Doch nur dann könnten wir finanziell davon profitieren. Andernfalls belastet uns dieses Spiel mehr, als dass es einen Nutzen hätte. Ich weiß nicht, ob man den kleinen Vereinen mit solchen Spielen einen Gefallen tut“, erläutert Norbert Bähr. Ob ein Pokalspiel gegen den 1. FC Saarbrücken also Fluch oder Segen für die kleinen Vereine ist, muss jeder für sich entscheiden. Sascha Zobel
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