A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Schwalbach/Schwarzenholz und AS Schwalbach Dauerbaustelle, Arbeiten am Mittelstreifen, linker Fahrstreifen gesperrt bis 28.10.2017 16:00 Uhr Zweiter Fahrstreifen auf Standspur eingerichtet. (26.05.2017, 13:53)

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Saarlands Polizei-Apparat vor großem Umbau

Der Saar-Polizei stehen große Veränderungen ins Haus. Insbesondere die 20 Inspektionen sind von der Umsetzung der letzten Stufe der zum 1. März 2012 gestarteten Neuorganisation des Sicherheitsapparates betroffen. Gemeinsam mit Innenministerin Monika Bachmann (CDU) und Staatssekretär Georg Jungmann (CDU) präsentierte Landespolizeipräsident Norbert Rupp am Dienstag das „völlig neue System“ der Polizei, die ab dem Stichtag, Montag, 28. Oktober, „belastungsorientiert“ arbeiten soll.

Mit einem eigenen Computerprogramm wurde ermittelt, an welchen Wochentagen und zu welchen Uhrzeiten in den Dienststellen die meisten Vorgänge und Einsätze anfielen. Das Ergebnis: Freitagsnachmittags gegen 18 Uhr hat die Polizei Hochbetrieb, sonntags und montags herrscht eher Flaute. Die Dienstpläne der Inspektionen sollen künftig an diesen Werten ausgerichtet werden. Rupp verspricht: „Wenn Polizei gebraucht wird, ist Polizei da.“ Wenn aber weniger Einsätze absehbar sind, könne die Personalstärke zumindest zeitweise reduziert werden.

Geändert werden zudem die bisherigen Arbeitsabläufe. Die Wach- und Streifendienste erledigen künftig in der Regel nur den so genannten ersten Angriff, geben die Sachbearbeitung dann an neue Ermittlungs- und Servicedienste (insgesamt 188 Beamte) in den Inspektionen, die Kriminaldienste (insgesamt 218 Beamte) oder bei Schwerkriminalität an die Dezernate der Zentralstelle beim Landespolizeipräsidium ab. Insgesamt stehen, so Rupp, landesweit 800 Beamte für Wach- und Streifendienste, die dann Interventionsstreifen heißen, zur Verfügung. Nach Gewerkschaftsangaben waren es 2011 noch 975. Dass die neue Struktur der Personalnot geschuldet ist, daraus machen weder Rupp noch Bachmann ein Geheimnis. Bis 2020 sollen 300 Stellen eingespart werden. 25 sind bislang bereits gestrichen.

Unter diesen Vorzeichen werden in neun der 20 Inspektionen die Stellen von pensionierten Beamten nicht mehr besetzt. Die Polizei unterscheidet künftig zwischen diesen neun B-Dienststellen und den A-Inspektionen, die personell verstärkt werden sollen. Die B-Dienststellen können je nach Dienstplan und Einsatzlage an einzelnen Wochentagen von Sonntag bis Donnerstag zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens ihre Türen schließen. Voraussichtlich Mitte Dezember wird dies erstmals in Nohfelden-Türkismühle der Fall sein, Heusweiler, Blieskastel und Bous werden voraussichtlich folgen. Weitere B-Dienststellen sind Saarbrücken-Brebach, Alt-Saarbrücken, Dillingen, Wadern und Illingen. Während der „Schließzeiten“ werden voraussichtlich private Sicherheitskräfte zur Bewachung eingesetzt.

Die benachbarten A-Inspektionen und Streifen der verstärkten Bereitschaftpolizei werden, so das Interventionskonzept, im Zuständigkeitsbereich der B-Dienststellen unterwegs sein. Bei einem Notruf kann die Führungs- und Lagezentrale in Saarbrücken direkt die nächste Streife zum Einsatz schicken, unabhängig davon, zu welcher Inspektion diese gehört.

Neu aufgestellt werden auch die Kriminaldienste (KD), die für Eigentumsdelikte, Gewalt- und Vermögenskriminalität zuständig sind. Bisher hatte jede Flächeninspektion einen Kriminaldienst. Ab dem 28. Oktober ist für Saarbrücken (Karcherstraße) ein zentraler KD zuständig, die Dillinger Kripo zieht nach Saarlouis, der KD Heusweiler nach Lebach, Völklingen übernimmt die Fälle von Bous, Homburg von Blieskastel, Sulzbach von St. Ingbert, St. Wendel von Nohfelden-Türkismühle und Merzig von Wadern.
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