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Saarlouis: Bordell-Besuch, Autounfall und möglicher Mordversuch

Saarbrücken. Als drei junge Lothringer im September 2012 nach Saarlouis fuhren um sich zu amüsieren, ahnten sie nicht, dass die Fahrt böse für zwei von ihnen brutal enden würde. Seit gestern müssen sich zwei von ihnen wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Unfallflucht vor dem Landgericht verantworten.

Die beiden 19-Jährigen und ihr Freund waren in jener Nacht und am Morgen in einer Discothek und diversen Clubs unterwegs. Mittags hatte einer von ihnen Hunger. Während ihr Kollege sich noch in einem Bordell vergnügte, machten sich die anderen beiden auf den Weg zu einem Imbiss. Dabei verursachten sie gegen 13.50 Uhr einen Unfall mit leichtem Blechschaden an einem parkenden Lastwagen. Ein Mitarbeiter der Firma (33) sprach das Duo darauf auf Französisch an. Er beugte sich zur Beifahrerseite hinunter und legte seine Arme in oder an das offene Fenster.

Was dann geschah, beschrieb der Zeuge so: Die Männer hätten nichts gesagt. Aber der Wagen sei zurückgesetzt, weg vom Lastwagen. Er habe dabei den Halt verloren und sei mit dem Oberkörper in das Auto gerutscht – die Arme über der Tür, die Fensterkante unter den Achseln. Dann habe der Fahrer Gas gegeben und sei losgefahren. Der 33-Jährige hing an der Seite des Autos, stemmte die Füße nach vorne und wurde 447 Meter weit mitgeschleift. Wie er weg kam, weiß der Mann nicht mehr. Er wurde schwer verletzt, musste drei Wochen im künstlichen Koma liegen und kann bis heute seine rechte Schulter nicht richtig bewegen.

Die Angeklagten betonen, dass sie dies nicht gewollt hätten. Sie behaupten, sie hätten zunächst nicht gemerkt, dass der Mann am Auto hing. Sie hätten ihn nicht verstanden und Angst gehabt. Deshalb seien sie losgefahren. Als sie den Mann an der Seite bemerkten, hätten sie angehalten. Dann sei er weg gewesen und sie seien weitergefahren, ohne zurückzusehen. Sie hätten ihren Kumpel im Bordell abgeholt und seien nach Hause gefahren. Der Prozess wird fortgesetzt. wi








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