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Saarlouiser Basket- Ballerinnen gewinnen Deutschen Basketball Pokal

Die Frauen des Basketball-Bundesligist TV Saarlouis Royals sind ihrer Rolle als Favorit gerecht geworden und haben erneut den Pokal gewonnen. Im Finale setzten sie sich gestern in Oberhausen mit 88:46 gegen Chemnitz durch.

Von SZ-Mitarbeiter Sascha Sprenger

Oberhausen.
40 Sekunden vor Ende durfte auch noch die verletzte Fantasia Goodwin aufs Feld. Sie konnte nach einer Verletzung aus dem Halbfinale kaum laufen, aber sie wollte unbedingt aufs Feld. Und die Saarlouis Royals konnten es sich leisten. Längst war klar, dass sie ihren Titel im deutschen Basketball-Pokal der Frauen verteidigen würden. Mit 40 Punkten Vorsprung führten sie im Finale gegen die Chemcats Chemnitz. Schon minutenlang standen die 150 mitgereisten Saarlouiser Fans in ihrem Block, sangen und feierten ihre Mannschaft. Auf der Saarlouiser Bank wurde schon getanzt, die ersten Freudentränen rollten über die Wangen der Spielerinnen.
Beim Schlusspfiff Warf Goodwin den Ball einfach an die Hallendecke der Oberhausener Willy-Jürissen-Halle, danach gab es kein Halten mehr. Auch die T-Shirts waren bereits vorbereitet: „Oooops – we did it again“, in Anlehnung an einen Song von Britney Spears, übersetzt: Wir haben es schon wieder getan. Und die Royals genossen ihren Sieg sichtlich: Die Sektdusche war schon fast obligatorisch, und noch über eine Stunde lang feierten sie mit ihren Fans in der Halle.

Der zweite Titel in der Saarlouiser Vereinsgeschichte – er kam nicht wirklich überraschend. Sie waren als Favorit ins Turnier gegangen und hatten diese Rolle am Ende souverän gespielt. Das 88:46 gegen Chemnitz im Endspiel glich schon ab dem zweiten Viertel einer Demonstration in Sachen Team-Basketball. Der Außenseiter brach fast unter dem Tempo der Royals regelrecht zusammen und hatte am Ende überhaupt keine Chance mehr. Ähnlich ging es dem USC Freiburg, der ab der 25. Minute zum Spielball des Royals-Express wurde. „Saarlouis war eindeutig die beste Mannschaft des Turniers“, meinte auch Liga-Geschäftsführer Achim Barbknecht. „Sie heben sich durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit von den anderen ab, da gibt es keine Individualisten im Team.“
Diese Worte hätten Royals-Trainer René Spandauw gefallen, doch der stand schon bei den mitgereisten Fans und bedankte sich überschwänglich. „Das hier ist phantastisch. So viele sind gekommen und haben die Mannschaft unterstützt. Einfach nur großartig“, meinte er und suchte nach Worten, um seine Gefühle zu beschreiben. „Auf den ersten Blick sieht das nur wie eine Wiederholung aus. Und vielleicht fehlte etwas die Dramatik aus dem letzten Jahr, als das Finale enger war und dazu noch in eigener Halle. Aber ganz ehrlich: Das macht uns heute gar nichts.“

Für Celeste Trahan-Davis war es der erste Titel mit den Royals – und sie war überwältigt. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Dafür haben wir das ganze Jahr gearbeitet. Das ist der erste Titel überhaupt in meinem Leben. Eine unglaubliche Erfahrung.“ Mit einem Augenzwinkern schob sie gleich noch hinterher: „Wir sind noch nicht fertig“, und meint damit die deutsche Meisterschaft.
Stina Barnert dachte vor allem auch an Fantasia Goodwin. „Wir haben heute auch ein wenig für sie gespielt, ist doch klar. Sie meinte schon, wenn es eng würde, dann kommt sie rein. Wir haben aber dafür gesorgt, dass sie das nicht musste.“ Nach ersten Untersuchungen ist das Syndesmoseband im linken Sprunggelenk betroffen. Wie lange die 23-Jährige ausfällt, ist noch nicht klar. Der einzige Wermutstropfen an einem sonst perfekten Wochenende.



Die Ergebnisse des Top 4 in Oberhausen:

Halbfinale: USC Freiburg - Saarlouis Royals 63:84 (34:42). Beste Werfer der Royals: Goodwin 15, Bär 14.

NB Oberhausen - Chemcats Chemnitz 56:60 n.V. (48:48, 33:24).

Spiel um Platz 3: USC Freiburg - NB Oberhausen 85:83

Finale: Saarlouis Royals - Chemcats Chemnitz 88:46 (46:28). Beste Werferin: Celeste Trahan Davis 29.

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