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Saarlouiser klaut Sprit für 50.000 Euro

Saarlouis. Einmal volltanken bitte und abkassieren. Ein 37-Jähriger aus Saarlouis ergaunerte sich seit 2009 mit einer gestohlenen Tankkarte eines Saarlouiser Speditionsunternehmens Benzin im Wert von über 50 000 Euro. Karte im Ausland benutzt Ins Visier der Polizei geriet zudem ein Transportunternehmer aus Nalbach, der davon profitierte. Makaber dabei ist, dass der Nalbacher außerdem eine Fahrerkarte für die Lenkzeitenregelung benutzte, von einem Fahrer, der längst verstorben ist. Eine Straftat, die im Rahmen der Ermittlungen noch zusätzlich herauskam.

Fremde Fahrzeuge betankt

Mit so genannten Tankkarten – ähnlich wie eine Kreditkarte – können Lkw-Fahrer eines Transportunternehmens unbürokratisch schnell tanken. Die Karte lässt sich dem entsprechenden Lkw zuordnen. Das Unternehmen kann dabei jeden Tankvorgang jederzeit einzeln nachvollziehen. Und auch ein Saarlouiser Speditionsunternehmen arbeitete auf diese Weise. Im Rahmen einer Kontrolle fiel dem Unternehmen nun auf, dass eine Tankkarte zur Betankung fremder Fahrzeuge in Frankreich und Luxemburg benutzt wurde. „Das Unternehmen fand heraus, dass regelmäßig und überwiegend am Wochenende kleine Mengen auf eine Karte getankt wurden, obwohl der entsprechende Lkw auf dem Gelände stand“, sagte Kriminalhauptkommissar Rainer Gitzinger.

Ehemaliger Fahrer im Visier Von Beginn an geriet ein ehemaliger Fahrer des Spediteurs ins Visier der Ermittlungen. Der Beamte des Saarlouiser Kriminaldienstes, Kommissar Ingo Rolle, arbeitete Hand in Hand mit den Kollegen in Grevenmacher und Creutzwald. Die sicherten Bildmaterial an Tankstellen in Luxemburg und Frankreich.

Die Auswertungen des Materials ergaben, dass der Betrüger Mietfahrzeuge eines Mietwagenunternehmens der Freundin und Lastkraftwagen des Nalbacher Transportunternehmers betanken ließ. Der Nalbacher selbst hat aktuell noch eine Bewährungsstrafe abzubüßen.

95 Fälle von Betrug

Am Samstag durchsuchten die Beamten mehrere Objekte in Nalbach, Heusweiler und Saarlouis, stellten umfangreiches Beweismaterial sicher. 95 Fälle von Betrug konnten bisher nachgewiesen werden. Unter den sichergestellten Beweisen befanden sich auch Fahrerkarten eines bereits verstorbenen Berufskraftfahrers und eines weiteren Kraftfahrers, der derzeit nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

„Beide Betrüger waren im Rahmen der Vernehmungen überwiegend geständig“, erklärte Gitzinger. Heraus kam dabei auch, dass der Saarlouiser öfters am Wochenende auf das Gelände des Spediteurs einbrach, um aus den Lkw Tankkarten zu entwenden. Das Unternehmen prüft jetzt, welche Karten der Betrüger noch benutzt hat.

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