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Saarlouiserin Stina Barnert ist wertvollste Spielerin



Saarlouis. Kaum war die Schule aus, ging es zum Hafen – die Fähre auf der Insel Föhr legte um viertel vor zwei ab. Etwa drei Stunden war sie unterwegs, bis sie endlich in Hamburg ankam. Und um 6 Uhr fing das Training an, beim Hamburger Basketball-Regionalligisten SC Alstertal-Langenhorn. „Das war schon ganz schön stressig“, schnauft Stina Barnert heute noch, wenn sie etwa fünf Jahre zurückdenkt.

Doch das war einmal. Seit vier Jahren spielt die 1,72 Meter große Barnert beim Basketball-Bundesligisten Saarlouis Royals. Bis zur Halle braucht sie nur noch ein paar Minuten – im Gegensatz zur Zeit in ihrer Jugend, in der sie immer zwischen ihrer Heimat Wyk auf Föhr und Hamburg gependelt ist. „Bis ich 13 oder 14 Jahre alt war, habe ich beim Wyker TB auf Föhr Basketball gespielt“, erinnert sich die 21-Jährige, „später hat sich die Mannschaft aufgelöst, weil viele wegen der Schule aus dem Verein gegangen sind“.

Trainiert hat sie weiterhin auf der Insel, nur zum Wochenende ist Barnert nach Hamburg gereist, um dort mit ihrer Mannschaft zu trainieren und die Saisonspiele zu bestreiten. Gleichzeitig war sie noch mit der U16-Nationalmannschaft unterwegs – trainiert von René Spandauw, Saarlouis' Trainer. „Er hat mir einen Platz in Saarlouis angeboten“, erklärt Barnert. Der Umzug nach Saarlouis und der Schritt in die Bundesliga war für sie auch die Entscheidung, ihr Leben in gewisser Weise dem Basketball zu verschreiben. „Ich bin immer mit Leib und Seele dabei. Wenn ich etwas will, dann zu 100 Prozent“, stellt sie klar.



Der Traum vom Ausland

Vor einer Woche wurde die 21-Jährige als wertvollste Spielerin der vergangenen Saison ausgezeichnet. In diesem Jahr wird sie mit ihrer Mitbewohnerin Lina Schiffer Titelverteidiger Saarlouis Royals anführen. „Ich bin froh, dass ich diese Aufgabe bekommen habe“, sagt Barnert strahlend. Und sie hat noch große Ziele: „Ich wollte schon immer ins Ausland. Ich gehe im Moment noch zur Hotel- und Gastronomieschule in Saarbrücken, und mache dann ein Auslandspraktikum. Am liebsten würde ich nach Spanien, dort ist die Liga sehr stark.“ Auf jeden Fall achtet Stina Barnert darauf, dass sie eine Stadt findet, wo es einen starken Verein gibt, und wo sie ihr Praktikum machen kann. Denn noch mal eine dreistündige Fahrt auf sich zu nehmen, das muss nicht sein.

Hintergrund

Am kommenden Sonntag bestreiten die Saarlouis Royals ihr erstes Heimspiel in dieser Saison der 1. Basketball-Bundesliga. Um 16 Uhr empfangen sie in der Stadtgartenhalle Heli Donau-Ries. „Die Mannschaft hat eine sehr starke erste Fünf“, erklärt Royals-Trainer René Spandauw, „die gehört zu den Besten der Liga. Wenn wir in der Lage sind, schnell zu spielen und sie müde zu machen, haben wir gute Chancen“, gibt der Trainer die Marschroute vor.
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