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„Saarmaikaner“ kämpfen für Wunsch-Koalition

Völklingen. Obwohl es den Begriff „Jamaika-Koalition“ selbst noch gar nicht so lange gibt, haben Internet-User hierzulande schon einen neuen Kunstbegriff für ein politisches Bündnis aus CDU, FDP und Grüne geprägt. „Saarmaika“ heißt das Stichwort, unter dem Saarländer – und auch einige Nicht-Saarländer – mit der Registrierung auf einer Internetseite ihre Sympathie für eine schwarz-gelb-grüne Regierung an der Saar ausdrücken wollen. Ins Leben gerufen hat die Seite www.saarmaika.de die Völklingerin Michaela Schnarr.

„Weil ich gegen Rot-Rot bin“, sagt die 36-Jährige. Zwar sei sie CDU-Mitglied, die Aktion sei jedoch nicht mit der Partei abgestimmt. Schnarr habe die Aktion im Alleingang „mit einigen Gesinnungsgenossen“ – unter ihnen seien auch Bergbaubetroffene – gestartet. „Wir wollen zeigen, dass nicht alle Saarländer Oskar gewählt haben“, sagt Schnarr, die leidenschaftlich gegen ein rot-rotes Bündnis argumentiert: „Welche Unternehmen werden denn dann noch ins Saarland kommen?“ Auf der Seite haben sich seit vergangenem Freitag schon mehr als 100 „Saarmaikaner“ registriert. Prominentester von ihnen ist FDP-Chef Christoph Hartmann. Der hält die Seite für eine witzige Idee, die vielleicht etwas zum Gelingen seiner Wunsch-Koalition beitragen könne. SPD-Sprecher Thorsten Bischoff nimmt die Aktion relativ gelassen: „Wir kennen das ja schon von diversen Anti-Rot-Rot Kampagnen aus dem Wahlkampf“, sagt er. Linken-Chef Rolf Linsler bezeichnet die Aktion als „unseriös“. Er meint: „Der Wahlkampf ist vorbei, nun muss man den Wählerwillen respektieren.“ Doch Schnarr lässt sich nicht beirren: Selbst wenn ein rot-rot-grünes Bündnis im Saarland kommt, will sie die Seite demonstrativ aufrecht erhalten. „Damit die Leute sehen: Nicht alle Saarländer haben Rot-Rot gewollt.“ gda 
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