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Saarpfalz-Statistik 2010: Weniger Straftaten

Homburg/Bexbach/Kirkel. Es ist in jedem Jahr das gleiche Prozedere: Die Kriminalitätsstatistik des Polizeibezirks Saarpfalz ist voll gestopft mit vielen Zahlen und die Kommunen kommen mal besser und mal schlechter weg. Weil hier nicht immer alles so ist, wie es die Zahlen scheinen lassen, hat unsere Zeitung mit Polizeioberkommissar Frank Reinke gesprochen, der diese Statistik fürs vergangene Jahr für unsere Zeitung interpretiert hat. Insgesamt, so seine Botschaft, kommt der gesamte Kreis ziemlich gut weg. „Positiv war, dass, so wie im Landestrend, die Zahl der registrierten Straftaten zurückgegangen ist“, sagte er. 8254 Fälle wurde im Jahr 2010 registriert, der niedrigste Stand seit 2002 (siehe auch Grafik). Deutlich erkennbar war ein Rückgang bei den Rohheitsdelikten wie Raub und Körperverletzung (minus 110).

Und mindestens ebenso erfreulich für ihn: Es gebe nach wie vor eine hohe Aufklärungsquote. Mehr als die Hälfte aller Straftaten, genau 52,2 Prozent, wurden im vergangenen Jahr aufgeklärt. Die Quote war zwar – etwa 2007 mit 49,2 Prozent – schon mal etwas schlechter, lag aber ansonsten mit Blick auf die vergangenen fünf Jahre auf ähnlichem Niveau. Die Präventionsarbeit sei ein Punkt, der sich positiv ausgewirkt habe, erläuterte Reinke, wie wichtig das Vorbeugen und Informieren ist. Mittlerweile seien viele Bürger sehr aufmerksam, teilten Dinge früher der Polizei mit.  So könnten zum Beispiel Wohnungseinbrüche oft vermieden werden.



Weniger erfreulich: Es habe mehr Diebstähle aus Autos gegeben, informierte Reinke. 134 Mal mehr als noch 2009 schlugen die Täter zu. Insgesamt wurde 473 Mal etwas aus Kraftfahrzeugen entwendet. Hier werde es den Täter aber häufig leicht gemacht, denn immer wieder sei zu beobachten, dass Navigationsgeräte oder Handtaschen offen sichtbar im Wagen liegen gelassen würden.

Und was zeigt sich beim Blick auf die einzelnen Gemeinden? Homburg war auch 2010 die Kommune im Saarpfalz-Kreis, in der am meisten passiert ist, gefolgt von St. Ingbert (siehe Grafik). So war auch das rein zahlenmäßige Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, in Homburg beim Blick auf den gesamten Kreis am höchsten. Das liege etwa daran, dass es hier einfach mehr Menschen gebe – auch weil viele hier einpendelten zur Arbeit in den großen Firmen oder weil es das Uniklinikum gebe. Aber auch zum Beispiel Einsätze bei größeren Fußballspielen sorgten dafür, dass hier Straftaten entstehen, die man sonst nicht hätte, so Reinke. Im Saarlandvergleich liegt Homburg bei der Rangfolge der Kommunen auf Platz sieben von 52 Städten und Gemeinden. Am ehesten wird man demnach in Saarbrücken Opfer einer Straftat (Platz eins). Die geringste Kriminalitätsbelastung gibt es in Oberthal (Rang 52). Bexbach liegt in der Rangfolgeliste auf Platz 24, Kirkel auf 19.

Reinke: Für Homburg sei Rangfolge sieben zwar keine tolle Position, aber eine, mit der man im Kreis leben kann. Übrigens reduzierte sich die Zahl der Delikte in Homburg 2010 sogar um 52 auf 3481. Ansonsten ist in Bexbach die Zahl der Straftaten mit 870 ungefähr gleich geblieben (plus eins). In Kirkel stieg sie um 115 auf 523. Hier wirkte sich jedoch ein deutlicher Anstieg bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten (plus 83) aus.
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