Saarland: Saarwellingen, Bahnhofstraße, Unfall, Verkehrsunfallaufnahme durch Polizei, Vollsperrung der Bahnhofstraße vom Einmündungsbereich Sonnenstraße bis Einmündungsbereich Lebacher Straße. (17:41)

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Saarwellinger gewinnt Förderpreis des Saarbrücker Hans-Bernhard-Schiff-Literaturpreises

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Seine Wettbewerbsgeschichte „Hemalion“ handelt vom Lebensende eines verwitweten Gelehrten und spielt in den frühen 60er Jahren. Kevin Höhn ist 22 Jahre alt und findet glaubwürdige Worte für die Einsamkeit eines alten Mannes.

Der Jungautor studiert Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Geschichte. Er sei kein „digital native“, betont er, er durfte sich als Kind noch langweilen und den eigenen Erfindungsreichtum entdecken. Eine Jugend ohne Unterhaltungselektronik in der Hosentasche. Den Drang zu schreiben verspürte er früh, das Talent wurde im Saarwellinger Elternhaus erkannt und gefördert. Die Mutter hatte Kunstgeschichte studiert, der Vater war Bergmann; ihn unter Tage zu wissen, löste bei den Kindern bisweilen Beklemmung aus. Natürlich liest Kevin Höhn auch, analytisch, literarische Schaffensprozesse erkennend. Zur Literaturwissenschaft hält er Abstand, um die Bücher nicht zu „zerpflücken“, dennoch ist sein Zugang zum eigenen Schaffen reflektiert. Er beobachtet und erschafft Welten, die nicht angelesen wirken. Völlig begeistert hat den damals 18-Jährigen „Die Verwandlung“ von Franz Kafka. Direkt und emotional ist sein Zugang zu Kafkas Welt, die so nah an der eigenen liegt.

Höhn hat sich, obwohl eher zurückhaltend, in eine „Schreibwerkstatt“ an der Universität gewagt: Literarisch ambitionierte Studenten tragen sich gegenseitig ihre Werke vor und erhalten fachkundige Anregung und Kritik durch die Dozenten. Kevin Höhn sieht sich nicht als genialischen Hervorbringer, er arbeitet diszipliniert an sich und seinen Texten, in großer Distanz zu Befindlichkeitsstudien und den „coming of age“-Geschichten vom Erwachsenwerden. „Nach Heimat suchen und in Sackgassen heimisch werden“ etwa ist einer seiner verdichteten Gedanken, die Geschichten erahnen lassen. So lange er nichts veröffentlicht hat, wird er sich wieder um den Hans- Bernhard-Schiff Förderpreis bewerben können, nicht um den Hauptpreis, so sind die Wettbewerbsbedingungen. Kevin Höhn will Schriftsteller werden und wird den nächsten Schritt tun. Organisiert und überlegt.

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